EIN NEUES STADTQUARTIER IN NÜRNBERG

Zwischen der Peterskirche und dem Luitpoldhain in Nürnberg wird ein neues Stadtquartier entstehen. Den von der KIB Gewerbe- und Wohnbau GmbH & Co. KG ausgelobte Realisierungswettbewerb hat das Team um steidle architekten aus München für sich entschieden.

Über ein Jahr ist es nun her, seit die KIB den Ankauf des ehemaligen „Autohaus Krauss“ – Areals mit einer Grundstücksfläche von 28.300qm, vollzogen hat. Die Ausarbeitung der Projektidee, des Nutzungskonzeptes sowie der damit verbundenen städtebaulichen Planung hat der Projektentwickler von Anfang an in enger Abstimmung mit der Stadt Nürnberg erarbeitet. Die Entwicklung des Areals zählt zu einer der bedeutendsten Zukunftsaufgaben der Stadtentwicklung im Nürnberger Stadtgebiet. Eine innovative Quartiersentwicklung sollte hier die modernen Ansprüche an Wohnen, Arbeiten und Einkaufen in einem integrierten Konzept mit einladenden Freiflächen miteinander vereinen.

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Der Standort – Ein neues Stadtquartier zwischen Peterskirche und Luitpoldhain in Nürnberg © KIB Gruppe

Im Juli 2016 erfolgt der Startschuss für ein konkurrierendes Wettbewerbsverfahren zur Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs als Mehrfachbeauftragung. Sechs national bzw. auch international renommierte Planungs- und Architekturbüros konnten für diesen Wettbewerb gewonnen werden, den letztendlich steidle architekten gewonnen haben.

Der Siegerentwurf von steidle architekten aus München führt die Maßstäblichkeit der umgebenden Bebauung fort und definiert dennoch eine eigenständige, aber überschaubare Quartiersbausteine. Es entstehen differenzierte und qualitätsvolle Grünräume mit einer sinnvollen Differenzierung in öffentliche und private Nutzungsbereiche.

Das vorhandene Baudenkmal wird komplett erhalten. Auch wird der Vorschlag, eine vergleichbare Abfolge von Baukörpern auf die Südseite des Grundstückes zu spiegeln und die Neubauten mit dem Bestand zu verschränken, wodurch differenzierte Innenräume entstehen, von der Jury als interessant erachtet.

Der eher geschlossene Blockrand öffnet sich im Inneren des Quartiers hin zu Einzelgebäuden in Form von Stadthäusern. Sowohl durch die unterschiedlichen Bebauungstypologien als auch durch die teils zurückhaltende Höhenentwicklung mit weitgehend 5 Geschossen sowie akzentuierten Hochpunkten mit bis zu 8 Geschossen entsteht eine hohe Wohnqualität und Individualität. Die Konzeption einer zentralen, quer eingestellten öffentlichen Aufenthaltsfläche, zu der hin sich alle Wohnquartiere durchlässig zeigen, gibt dem Quartier städtebauliche Einzigartigkeit. Zudem ist an dieser Stelle auch eine unmittelbare Verbindung zu den Handels- und Gastronomieflächen der Quartiersversorgung gewährleistet.

Bis zum Mai 2018 wird das Bebauungsplanverfahren fortgeführt. Sobald Baurecht vorliegt kann mit den Abbrucharbeiten begonnen werden. Erste Realisierungen auf der Westfläche sind für Herbst 2018 angestrebt. Die Arbeiten auf der Ostfläche könnten dann im besten Fall im Frühjahr 2019 beginnen. Die Fertigstellung des Gesamtquartiers ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

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