THE WORLD’S BEST BUILDING: RIBA NOMINIERT

Es ist wieder soweit: Diesen Montag hat das Royal Institute of British Architects seine Liste der nominierten in ihren Augen besten neuen Gebäude weltweit veröffentlicht. In ihr befinden sich 62 Bauten aus 29 Ländern, die im Vorjahr entstanden sind oder gerade vor der Fertigstellung stehen.

Alle zwei Jahre lenkt die Auszeichnung die internationale Aufmerksamkeit auf inspirierende, bedeutsame neue Gebäude rund um den Globus. Ob eine neuartige Moschee in Istanbul, ein Innovationszentrum für Kreativität und Ideenentwicklung in Japan oder umgestaltete Metro-Stationen in Barcelona – die Vielfalt an Formen, Funktionen und Stilen ist immens. Dabei spielen die Art, Größe oder das aufgebrachte Budget des entstandenen Gebäudes keine Rolle: Unter den Nominierungen befindet sich unter anderem auch das „Lanka Learning Center“ an Sri Lankas Ostküste, in dem benachteiligte Kinder zusammenkommen können, gemeinsam Sport treiben oder schulisch unterstützt werden, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Es besteht aus einem Kreis dezenter Niedrigenergiehäuser, die sich ganz natürlich in ihre Umgebung eingliedern.

Auch der letzte Punkt ist ein Aspekt, auf den die fünfköpfige Jury, dessen Oberhaupt Elizabeth Diller aus dem New Yorker Architekturbüro Diller Scofidio + Renfro ist, besonderen Wert legt. Die Juroren betrachten die Gebäude unter Design-Gesichtspunkten, aus architektonischer Perspektive, aber auch aus der Sicht gesellschaftlicher Relevanz und transformativer Qualität, die gut entworfene Gebäude für Gemeinschaften haben können. Daneben ist auch von Bedeutung, dass sich die neuen Bauten gut in die bestehende Landschaft und Umgebung integrieren lassen. Es gibt neun Kategorien von Gebäuden, unter anderem Kulturstätten, Privathäuser und Museen, Wohnblöcke, Gebäude, die auf Konflikte und Naturkatastrophen reagieren sowie neue architektonische Landschaften umfassen. Viele nominierte Bauten scheinen wirklich Teil der Landschaft zu sein, in der sie stehen, wie das große neue Wattenmeerzentrum an der dänischen Küste.

Auch ein deutscher Beitrag findet sich dieses Mal unter den Nominierten: Die Bremer Landesbank. Der Bau ist eine gelungene Mischung aus historischem Backsteinbau und hochmodernem Bürogebäude. Mit ihrer dunklen Ziegelfassade fügt sie sich optisch stimmig in die bestehende mittelalterliche, neufrühzeitliche Umgebung ein.

Beim letzten Mal ging der Preis an die Universität in Lima, Peru. Erst in einem Jahr wird die Entscheidung feststehen, welche vier Projekte der vielfältigen Liste dieses Mal gewinnen wird. Bis dahin heißt es: warten.

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Foto Credits © Adam Mørk, Anke Müllerklein, Yota Atarashi, Takahiro Arai, Barbara Vetter, Vincent Heiland

 

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