GLÜCK Verweile doch – du bist so schön

03/2023

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GLÜCK Verweile doch – du bist so schön

03/2023

Als ich kürzlich mit unserem Kolumnisten Alexander Gutzmer darüber sprach, dass wir diese Ausgabe unter dem Titel Glück veröffentlichen, sagte er mir sinngemäß, dass wir von polis vor keinem zu großen Thema Halt machen. Diese Aussage hallte noch lange in mir nach. Einerseits, weil mir ähnliche Reaktionen noch in diversen anderen Gesprächen mit unseren Gastautor:innen begegneten, die vor dem Thema ebenfalls großen Respekt zeigten, und andererseits weil ich selbst intensiver und immer öfter darüber nachzudenken begann, welcher Anteil in oder von Glück es denn ist, der uns so viel Ehrfurcht einflößt?

Inhalt

GLÜCK

Seite 03

EDITORIAL

Seite 06

HEALING

KULTUR VERWIRKLICHEN, ERBE WERTSCHÄTZEN

In der arktischen Steppe, nahe Iqaluit, der Hauptstadt des kanadischen Territoriums Nunavut, entsteht nach Entwürfen des Architekturbüros Dorte Mandrup das Nunavut Inuit Heritage Centre. Es soll das kulturelle Erbe der Inuit erhalten und ein heilender Ort für die durch Kolonialismus traumatisierte indigene Gesellschaft werden. Der Entwurf beweist ein hohes Maß an gestalterischer Sensibilität.

Seite 08

CELEBRATING

EIN BLEIBENDES ENSEMBLE ZU EHREN DER FILMKUNST

Filmfestspiele rufen nicht selten glamouröse Bilder aus Cannes, Venedig oder der Berlinale hervor. Doch auch das polnische Toruń ist aufgrund des Festivals EnergaCAMERIMAGE von internationaler Bedeutung für Cineast:innen. Jährlich werden hier die besten Kamerafrauen und -männer mit dem „Goldenen Frosch“ ausgezeichnet – dem Oscar-Pendant der Filmenden. Baumschlager Eberle Architekten realisieren aktuell ein Ensemble, das sich ganz der Filmkunst verschreiben wird und so auch dem Festival die angemessene Verortung schenkt.

Seite 10

SUSTAINING

KATALYSATOR FÜR INNOVATION

Mit der Stockholm Wood City befindet sich aktuell die weltweit größte „Holzstadt“ in Planung. Projektentwickler Atrium Ljungberg sieht vor, 2025 mit dem Bau zu beginnen und 2027 die ersten Gebäude fertigzustellen. Die Entwürfe liefern White Arkitekter und Henning Larsen Architects – zwei Architekturbüros, die sich in puncto Holzbau und Nachhaltigkeit international bereits einen Namen machen konnten. Das ambitionierte Projekt erfüllt beste Voraussetzungen, um das Potenzial von Bauen mit Holz auch für städtebauliche Maßstäbe aufzuzeigen.

NEWS

Seite 12

GLÜCK

GRUNDSATZ

Seite 14

ZWISCHEN HEKTIK UND HARMONIE

WIE WIR UNS DAS GLÜCK ZURÜCK AUF DIE STRASSE HOLEN

Gastbeitrag von Thomas Hug

Straßen könnten tatsächlich wahre Glücksbringer sein, wären sie in den letzten Jahrzehnten nicht zu reinen Transportwegen – zulasten einer sozialen Dimension – verkommen. Um das Glück wieder auf die Straße zu bringen müssen Verkehrsräume folglich wieder in Lebensräume umgestaltet werden. Städte auf der ganzen Welt schlagen diesen Weg bereits ein.

GLÜCK

Seite 16

DEM GLÜCK AUF DER SPUR

DIE STADT MARBURG MÖCHTE ALS ERSTE DEUTSCHE KOMMUNE EINEN GLÜCKS-INDEX ENTWICKELN – EIN WICHTIGER SCHRITT IN RICHTUNG GEMEINWOHLORIENTIERTE STADTENTWICKLUNG

Im Gespräch mit Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister der Stadt Marburg

„Sich intensiv mit der Frage auseinanderzu­ setzen, was Glück für eine Stadtgesellschaft bedeutet, ist für deutsche Verwaltungen sicherlich ein Novum. Aber Verwaltung erlebe ich auch als offen für Neues.“

Seite 20

GLÜCKLICH UND ZUFRIEDEN

URBANE LEBENSQUALITÄT ALS GRUNDLAGE FÜR INDIVIDUELLE LEBENSZUFRIEDENHEIT

Herauszufinden, wie die Lebenszufriedenheit positiv beeinflusst werden kann, ist relevant für alle Planungsdisziplinen. Zum Thema forscht in Deutschland seit 2011 die Universität Freiburg im Rahmen des Glücksatlas und stellt regelmäßig regionale Unterschiede fest. Im Juni 2023 erschien eine Sonderstudie mit Fokus auf die Zufriedenheit von Menschen in Großstädten. Klar ist: Unser Lebensumfeld beeinflusst unsere Lebenszufriedenheit und bildet den Rahmen für das individuelle Glück in der Stadt.

Seite 24

DAS STREBEN NACH GLÜCK Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

ÜBER DAS POTENZIAL VON ARCHITEKTUR ÜBER DEN GEBAUTEN RAUM HINAUS GLÜCKSERLEBNISSE ZU KREIEREN

Im Gespräch mit Thomas Willemeit, Gründer und Geschäftsführer, GRAFT Architekten

„Die Zugänglichkeit von Architektur, also wie ich Architektur erlebe, hat viel mit den Dis­ kussionen zu tun, wem die Stadt eigentlich gehört, wie gerecht der Stadtraum ist etc., was in Stadträumen erlaubt ist und wie sie verändert werden dürfen.“

Seite 30

WETTEN, DASS.. ?

DEUTSCHE INNENSTÄDTE UND DIE STEUERUNG DES GLÜCKSSPIELS

Die Auswirkungen von Spielhallen und Wettbüros auf die Qualität deutscher Innenstädte sind unverkennbar. Trading-Down-Prozesse und Imageverlust lassen Kommunen mitunter ratlos zurück. Trotz rechtlicher Steuerungsmöglichkeiten und unermüdlichem Einsatz von Planenden bleibt das Spiel mit dem Glück so komplex wie ungewiss.

MEINUNG

Seite 34

GLÜCK IST GESTALTBAR Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Gastbeitrag von Dorothee Gräfin von Posadowsky-Wehner

Von Mode, Reiten, Hockey bis hin zu Opern, Kunst und Literatur – allein schon in meiner Familie findet jeder in anderen Dingen sein Glück. Kunst, die Schönheit von guter Gestaltung und inspirierende Orte machen mich glücklich. Und umgekehrt – in lieblosen Umgebungen fühle ich mich unwohl. Vieles von dem, was uns glücklich machen kann, wird von Künstler:innen, Architekt:innen, Designer:innen, Musiker:innen, Schriftsteller:innen und anderen Kreativen und Gestalter:innen geschaffen.

BLACK BOX

Seite 36

LUCK IMPERMANENT

YEARS OF LUCK HAVE BEEN FORGOTTEN IN THE MISERY OF A MINUTE

Längst vergangen ist der Ruhm der Kohle; sein Wohlstand aufgebraucht und die Natur verwelkt. Über eine Region, die im Wandel der Energiewende vergessen ist. Ohne Steinkohle hätten die Menschen der Appalachen-Regionen nichts. Und ohne Steinkohle und ohne Abhilfe werden sie in Zukunft nichts haben.

POLIS KOLUMNE

Seite 41

MÜSSEN STÄDTE IMMER „AUTHENTISCH“ SEIN?

Gastbeitrag von Alexander Gutzmer

Das unbändige Streben nach Authentizität vermag in Architektur und Stadtplanung zugleich auch Fluch sein: So versagt es Gestaltenden mitunter jegliche Freiräume und dämpft den Mut zum Neuerfinden.

GLÜCK

Seite 42

SUMMER OF PIONEERS IN MITTWEIDA Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

GÜCKSBRINGER FÜR EINE LEBENDIGE INNENSTADT

Gastbeitrag von Christina Quast

„Die Pioneers sind voller Ideen. Und zurzeit findet die Umsetzungsphase statt. Eindrucksvolle Beispiele sind der Apéritif Abend oder die Gründung kreativer Orte, aber auch Blüh- und Kräuterwiesen für den Klimaschutz. Wir gehen gemeinsam davon aus, dass im Ergebnis nachhaltige Impulse für unsere Innenstadt, insbesondere für deren wirtschaftliche Belebung zu verzeichnen sind.“

Seite 46

DIE ANTWORT AUF DEN FACHKRÄFTEMANGEL

IMMOBILIENUNTERNEHMEN MÜSSEN SICH AUS IHRER KOMFORTZONE WAGEN

Gastbeitrag von Bushra Nadeem

Preisschwankungen, wirtschaftliche Unsicherheiten, Digitalisierung – der Immobilienmarkt befindet sich im umfassenden Wandel. Eine Erhebung des Ifo-Instituts offenbart dabei einen bedenklichen Trend: Der zunehmende Fachkräftemangel beeinträchtigt nachteilig die Wettbewerbsfähigkeit sowie das Potenzial für Unternehmenswachstum. In einer Phase, in der der Markt von einer hohen Dynamik geprägt und die Branche mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert ist, liegt es jedoch an den Unternehmen selbst, ihre Strategien zu überdenken, sich widerstandsfähig aufzustellen und sicherzustellen, dass sie nicht den Anschluss verlieren.

ZIA

Seite 48

DER MIX MACHT’S

DIE NEUE GLÜCKSFORMEL FÜR INNENSTÄDTE 2023 UND FOLGENDE

Gastbeitrag von Dr. Andreas Mattner

Innenstädte als Zentren des Glücks? Angesichts der Entwicklung in manchen Citys in den letzten Monaten könnte dies spontan wie eine Impression „Neues aus Utopia“ erscheinen. Genau das aber ist es nicht, sondern es ist eine Aufgabe, die mit großem Ernst vorangetrieben werden muss. Und: mit star- ker Kreativität. Denn jetzt, genau jetzt ist die Zeit für einen neuen Mix aus Handel, Wohnen, Büro, Handwerk, Gastro-Vielfalt, medizinischen Angeboten und Kultur. Die Innenstädte 2023ff. könnten Treffpunkte neuer Qualität werden. Voraussetzung: Abschied von alten Regulierungsreflexen.

RECHT

Seite 50

VOM (UN)GLUCK DER KOMMUNALEN WARMEPLANUNG

EINE BETRACHTUNG VON VORREITERN UND PLANLOSEN

Gastbeitrag von Ricardo Pols und Dr. Julian Asmus Nebel

Im Juni dieses Jahres titelte das ZDF: „Vom Glück der Fernwärme - Flensburg als Heiz-Vorreiter“. Die Stadt Flensburg hat glücklicherweise frühzeitig Ihre Abwärme in Effizienz und Gemeinschaftssinn umgewandelt. Doch wie gehen weniger glückliche Kommunen mit der Planlosigkeit hinsichtlich der Wärmewende um und was hat dies mit dem Gesetzesentwurf des Bundeskabinetts für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze zu tun?

GLÜCK

Seite 52

KÖLN GESTALTET WACHSTUM NACHHALTIG

DER KÖLN-KATALOG, EIN KONZEPT FÜR KOMPAKTE, NACHHALTIGE UND LEBENSWERTE QUARTIERE

Gastbeitrag von Inga Hoffman im Gespräch mit Andree Haack und Markus Greitemann, den Beigeordneten für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales sowie für Planen und Bauen der Stadt Köln

Fläche ist eine begrenzte und nicht vermehrbare Ressource, die vielfältige Funktionen übernimmt und zunehmend Nutzungskonkurrenzen ausgesetzt ist. Somit entwickelt sich der Umgang mit der Siedlungsfläche immer mehr zu einem Schlüssel für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Der Köln-Katalog zeigt als städtebauliches Entwicklungskonzept für bebauungsplanrelevante Vorhaben auf, wie eine qualitätvolle Dichte in der Quartiersentwicklung aussehen kann.

BUSINESS

Seite 56

NEWS

URBAN GALLERY

Seite 58

FORM VOLLENDET

KEINE ARCHITEKTUR IST SO GUT, WIE IHR VORBILD AUS DER NATUR

Im Gespräch mit Torsten Andreas Hoffmann

Fotograf Andreas Hoffmann möchte mit seiner Arbeit u.a. darauf hinweisen, dass es kaum eine künstlich erdachte Form gibt, die die Natur nicht schon vorgelebt hat und Architek:innen dazu anregen wieder mehr Phantasie in ihre Gebäude zu bringen.

Seite 64

AUF DER SUCHE NACH DEM URBANEN GLÜCK

ÜBER DAS LEBEN IN QUARTIEREN

Gastbeitrag von Tilman Gartmeier

Was ist eigentlich Glück? Und inwiefern hat unser Zuhause eine Auswirkung auf unser Glücksempfinden? Wie man als Projektentwickler bei der Planung und Realisierung von Stadtquartieren das Glücklichsein der zukünftigen Nutzer:innen miteinbeziehen kann, zeigt das Projekt Cube Central 378 in Düsseldorf-Flingern. Hier werden nachweislich glücksstiftende Faktoren bei der Umsetzung berücksichtigt.

Seite 68

SERIELL GEBAUTE REALITÄT

DEUTSCHE REIHENHAUS ERRICHTET KLIMANEUTRALES WOHN-GLÜCK

Innerhalb eines Jahres hat die Deutsche Reihenhaus AG als Generalübernehmer für den Bauverein Hamm das klimaneutrale Mehrfamilienhaus „Stadtleben“ realisiert. Mit 9,80 Euro pro Quadratmeter sind die Mietkosten für den freifinanzierten Wohnungsbau, ohne öffentliche Förderungen, vergleichsweise niedrig.

URBAN

Seite 72

NEWS

URBAN HEROES

Seite 74

Das Glück liegt in der Erde Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Urban Gardening begeistert Kinder und Jugendliche für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln

Seit 2013 weckt die gemeinnützige Organisation Ackerhelden machen Schule entlang der Themen ökologisches Gärtnern, Bio-Landwirtschaft, Klima, Biodiversität, nachhaltiger Konsum und gesundheitsfördernder Ernährung bei Kindern die Faszination für Natur und Umwelt. Zentraler Bestandteil sind dabei Bio-Hochbeete, die von der Organisation gemeinsam mit Kindern als Lernorte direkt auf dem Gelände von kooperierenden Bildungseinrichtungen aufgebaut werden.

Seite 76

Strandstadt

Für Sonnenanbeter:innen und aktive Strandgänger:innen

Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen liegt zwar nicht am Meer, doch auch der durchfließende Rhein hat Strände. An drei Brücken gelegen finden sich die Düsseldorfer Stadtstrände – am Robert-Lehr-Ufer nah der Theodor-Heuss-Brücke, am Tonhallenufer direkt unterhalb der Oberkasseler Brücke und am Mannesmannufer, die Rheinuferpromenade überblickend, an der Rheinkniebrücke. Seit 2019 wird an diesen drei Plätzen zum Kurzurlaub in der Stadt geladen.

Seite 78

Kleines Heim, große Chance Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Bauen, helfen, Obdach schenken

Ein Zuhause mit festem Schlafplatz – was für einen Großteil der Bevölkerung banal klingen mag, ist für obdachlose Menschen alles andere als selbstverständlich. Die Frage, wie Menschen, die auf der Straße leben, sinnvoll geholfen werden kann, hat sich der Verein LITTLE HOME e.V. zur Mission gemacht: Er baut kleine, rollbare Wohnboxen, die Obdach schenken – und ihren Bewohner:innen einen Weg zurück in die Mitte der Gesellschaft ermöglichen.

DESIGN

Seite 80

NEWS

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