FREUDE Vielleicht wird alles viel leichter

Mehr Diskussionen, mehr Fragen, mehr Antworten

04/2022

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FREUDE Vielleicht wird alles viel leichter

04/2022

2022 liegt hinter uns. Was uns zum Jahreswechsel bleibt, sind Erinnerungen. Einige, die als abgeschlossene Erlebnisse und Geschichten in unserem Gedächtnis verweilen, und solche, die uns 2023 als Aufgaben begegnen werden. Zugegeben: Der Schwierigkeitsgrad könnte kaum höher sein – der Mix aus politischen, ökologischen und sozialgesellschaftlichen Krisen ruft alle Akteur:innen an einen Tisch. Alleingänge oder Untertauchen, die anderen vorschieben und darauf verweisen, dass das nicht zum Aufgabengebiet gehört? Fehlanzeige! In der Alliteration aus Klimakrise, Krieg, knappe Rohstoffe, klamme Kommunen und knapper Wohnraum findet sicherlich jede:r von Ihnen einen Punkt der Betroffenheit.

Und dann „ein Heft über Freude? Ernsthaft – in der Lage? Darf man das überhaupt?“, fragt auch unser Kolumnist Alexander Gutzmer. Wir sind uns einig: Ja, dürfen wir! Und mehr noch – ja, brauchen wir! Und zwar nicht etwa als Ablenkungsmanöver oder gar als Verdrängungsstrategie, sondern als Energiequelle. Freude ist, folgt man unserem Gastautor Prof. Dr. Detlev Schöttker, planbar. Sie beruht auf Aktivitäten, die Regelmäßigkeit voraussetzen. Im Privaten ist das vielleicht die Gartenarbeit, das Musizieren, das Kochen oder der Sport. In unserem Kontext vielleicht der regelmäßige Diskurs, der digital und mittlerweile endlich auch wieder analog stattfinden kann. Welch Freude! Marc Jaschik beschreibt diesen Diskurs in seinem Artikel übrigens auch als „gemeinsames Denken zum Probehandeln“. Macht das nicht (wieder) Lust auf mehr? Auf mehr Diskussionen, mehr Fragen zu stellen, mehr Antworten zu finden? Und können wir in diesem „Mehr“ an Möglichkeiten nicht einen gemeinsamen Konsens und ein neues Miteinander etablieren, das uns befähigt, trotz krisenhafter Zustände zuversichtlich zu bleiben und trotz andauernder Herausforderungen Erfolge und Fortschritt mit der ihnen gebührenden Freude zu feiern?

Das Denken, so schrieb niemand Geringeres als Friedrich Nietzsche, steht nicht im Widerspruch zur guten Laune, wenn man es als Auflehnung gegen die Zumutung der Mitwelt begreift. An Zumutungen der Mitwelt mangelt es uns wohl kaum; an herausragenden Vordenker:innen jedoch auch nicht. Siehe oben: Was bleibt, sind Erinnerungen. Doch zu ihnen zählen neben den genannten krisenhaften Erfahrungen auch zukunftsweisende Denkanstöße, Lösungsansätze und Weichenstellungen, wie z. B. das Bauen mit neuen, nachhaltigen Materialien; herausragende Bestandssanierungen, die unter Berücksichtigung der Historie und des menschlichen Maßstabs zukunftstaugliche und architektonisch hochwertige Lebens- und Arbeitswelten kreieren; oder digitale Tools, die für mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Transparenz in städtebaulichen Prozessen sorgen und zugleich auch das gesellschaftliche Miteinander fördern, sofern wir uns endlich frei machen vom „entweder digital oder analog“-Denken und es stattdessen endlich als „sowohl als auch“-Geschenk betrachten.

Inhalt

FREUDE

Seite 03

Editorial

Seite 06

Courage Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Quay Quarter Tower erhält Hochhauspreis 2022/2023

Das Hochhaus wird Bautypologie auch zukünftig nicht wegzudenken sein. Dabei lohnt sich auch der Blick auf den zum Teil in die Jahre gekommenen Bestand, der mit der richtigen Herangehensweise großes Potenzial entwickeln kann: Das Büro 3XN zeigt mit einem Beispiel in Sydney eindrucksvoll, wie architektonischer Wandel im großen Maßstab gelingen kann.

Seite 8

Pleasure

Geschwungene Weinwelten für Yibin

Viele werden sich einig sein: Wein ist mehr als ein Getränk. Die Faszination, Tradition und der Genuss, die ihn umgeben, sollen künftig im Wuliang Interstice hautnah erfahrbar sein. Eingebettet in die natürliche Felsstruktur des Geländes greift das Gebäudeensemble Elemente der Umgebung auf und verknüpft sie mit der Weinkultur Chinas.

Seite 10

Boldness

Die Spitze des Eisbergs

Wirken im Kristallplast - was klingt wie der Titel eines Fantasy-Romans, ist für Teams im 405 Colorado in Austin, Texas, Alltag. Wobei dieser sich für sie fantastisch angenehm gestalten dürfte, angesichts der vielen räumlichen Angebote - und vor allem der Optik dieser Architekturskulptur. Ihre Erscheinung ist spannungsvoll zwiegespalten, archaisch und kristallin zugleich.

NEWS

Seite 12

Freude

GRUNDSATZ

Seite 14

Freude am Diskurs Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Wie Emotionen in Aufenthaltsqualität gegossen werden

Grundsatzbeitrag von Marc Jaschik

FREUDE

Seite 16

Über den Zauber des Ungewissen

Im Gespräch mit Martin E. Schaer, Geschäftsführer von MATRIX Immobilien

"Ich versuche, Offenheit als Haltung zu etablieren; eine Offenheit für das Neue gepaart mit der Fähigkeit, Dinge kritisch zu hinterfragen. Denn nicht alles, was neu ist, ist auch besser.

Seite 22

Einen neuen Standart setzen

Logistik und Produktion: Lasst uns das Potenzial für Nachhaltigkeit heben.

Nachhaltigkeit und Immobilien für Logistik und Produktion - das darf heute Widerspruch mehr sein. Die ganze Branche muss sich diesem Anspruch stellen und antreten, ihm gerecht zu werden. Es ist an der Zeit, einen neuen Standart im Markt zu etablieren - mit hochwertigen Gewerbeparks und Quartieren für Nutzer aus den Bereichen Produktion, Light Industrial, E-Commerce und Logistik.

Seite 26

Der Mensch im Mittelpunkt Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Im Gespräch mit Dr. Mario Reimer und Niels Weißenberg, Geschäftsführer der KZA.plant GmbH

"Schlussendlich entsteht Freude genau dann, wenn die Nutzer:innen sich gerne in einem Gebäude aufhalten, dieses aber gleichzeitig auch einen Mehrwert für die Umwelt bietet."

Seite 30

Gemeinsam Zukunft gestalten

Das polisFORUM - Die innovative Plattform für urbane Diskurse

Jahr für Jahr ist auf den polis Live-Events spürbar, dass das Netzwerken braucht, um den Diskurs rund um urbane Fragestellungen voranzubringen. polis sehnte sich nach einem Ort, an dem diese Begegnungen über das ganze Jahr hinweg stattfinden können und hat deshalb mit dem polisFORUM ein neues innovatives Online-Netzwerk entwickelt, an dem alle, die sich der Stadt verbunden fühlen, Tag für Tag in den kollaborativen Diskurs einsteigen können.

Seite 32

Im Westen ziemlich viel neues Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

In der Digitalstadt Ahaus lebt der Wandel und die Freude an Veränderung

Gastbeitrag von Dieter van Acken

Wer in das westliche Münsterland reist, ist dort nicht unbedingt auf der Suche nach dem digitalen Wandel. Die von Landwirtschaft und Brauchtum geprägte Region verbindet man eher mit Wasserschlössern als mit Technologie. Doch die Realität ist anders, vor allem in der Digitalstadt Ahaus. Die 40.000 Einwohner:innen starke Stadt gilt schon lange als Inbegriff der Smart City.

Seite 34

Begeisterung für die Beteiligung

Wie eine lebenswerte Innenstadt von und für Menschen entsteht

Interview mit Dr. Stefan Werner

„Wenn ich als Stadt vermitteln möchte, dass die Leute ihre eigene Umgebung mitgestalten können, kann ich das nur machen, indem ich sie ernst nehme – ihre Anliegen genauso wie ihre Expertise. Eine ehrliche und transparente Kommunikation ist das A und O.“

MEINUNG

Seite 38

Bedenken gegen die Freude

Warum Intellektuelle eine Emotion auf Distanz halten

Meinungsbeitrag von Prof. Dr. Detlev Schöttker

Was wissen wir über freudige Stimmungen? Bekannt ist, dass diese Grundlage organisierter Geselligkeit in Fernseh- Shows, Lifestyle-Magazinen und Karnevals- Sitzungen sind. Die Unterhaltungsindustrie weiß, wie Freude erzeugt wird. Philosophen, Humanwissenschaftler und Intellektuelle beschäftigen sich dagegen lieber mit den traurigen Stimmungen, auch wenn Schriftsteller hin und wieder die heitere Seite des Lebens zu Worte kommen lassen.

BLACK BOX

Seite 40

Vier Buchstaben, eine Philosophie Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Vollkommene Hingabe

“This is the real secret of life – to be completely engaged with what you are doing in the here and now. And instead of calling it work, realize it is play.” – Alan Watts

POLIS KOLUMNE

Seite 45

Habt Spaß, Architekten!

Gastbeitrag von Alexander Gutzmer

Ein Heft über Freude? Ernsthaft – in der Lage? Darf man das überhaupt? Natürlich darf man. Kaum jemals käme dieses Thema so zeitgemäß wie gerade. Genau weil uns medial seit Jahren vor allem reichlich Trübsal um die Ohren gehauen wird.

FREUDE

Seite 46

Charakter und Identität

Ein neues Herz für den Seebär

Ein typischer Innenstadtbaustein soll es werden – typisch für Kiel: Die KielHöfe, die auf dem Verlagsgelände der Kieler Nachrichten wachsen, stehen für eine detailliert auf die Umgebung abgestimmte Form innerstädtischen Bauens. Sie wollen die lokale Identität aufnehmen und sie stärken, und den Menschen so Lust auf „ihre“ Innenstadt machen. Ganz ohne Einzelhandel, dafür mit viel Freude an der Stadt.

Seite 50

Frohes schaffen

Von Büros, Werkzeugkästen und Wertschätzung

Der Designer und Architekt Thomas Heatherwick konstatierte im Jahr 2000, Büros sollten aussehen wie gigantische Spielzimmer. Produktiver und zielführender scheint hingegen der Ansatz von Innenarchitektin Monika Lepel, die mit ihrem Team Arbeitsräume wie gute Werkzeugkästen gestaltet.

ZIA

Seite 52

Digitalisierung macht das (Zusammen-)Leben leichter

Gastbeitrag von Dr. Andreas Mattner

Die Zeiten sind finster, Anlässe für Freude rar geworden. Doch es gibt sie, die Highlights von Aufbruch und Dynamik, die das eben leichter machen – nicht nur für die Immobilienbranche, sondern für die gesamte Gesellschaft.

RECHT

Seite 54

Wem gehört die Straße Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Rechtsbeitrag von Dr. Tina Ines Schmidt

Der Beschluss des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin zur Sperrung der Friedrichstraße vom 24. Oktober 2022 hat einige Aufregung verursacht. Teilweise wird die Entscheidung als genereller Abgesang auf verkehrsberuhigende Maßnahmen (nicht nur) in der Hauptstadt eingeordnet. Stimmt das? Was hat das VG Berlin eigentlich genau entschieden? Haben städtische Projekte zur Verkehrsberuhigung jetzt ein Problem?

FREUDE

Seite 56

We want to be part of, new work, new work

Gastbeitrag von Markus Pließnig

Die Zeiten von Einzelbüros mit angestaubter Topfpflanze sind definitiv vorbei. Mehr und mehr bestimmen moderne Bürowelten das Bild. Der Grund: Corona, Homeoffice, Nachhaltigkeit und Digitalisierung führen zu einem grundlegenden Wandel der Arbeits- und damit der Bürowelt. Und das nicht nur in New York, Berlin oder Tokio. In Essen gibt es hervorragende Beispiele – umgesetzt von Start-ups, mittelständischen Unternehmen und großen Konzernen.

NEWS

Seite 60

Business

URBAN GALLERY

Seite 62

Urbane Bewegung Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Wie ein Trendsport unser Verständnis von öffentlichem Raum auf den Kopf stellt

Spektakuläre Motive und virale Clips haben die Parkour-Szene mithilfe der sozialen Medien zu einem weltweiten Phänomen gemacht.

ULI

Seite 68

C Change: ULI-Programm zur Mobilisierung der europäischen Immobilienbranche

Leitlinien für schnellere Dekarbonisierung

Ende 2021 gründet eine Gruppe führender Immobilienakteure eine vom Urban Land Institute (ULI) angeführte Initiative mit dem Namen „C Change“ zur Mobilisierung der europäischen Immobilienbranche mit dem Ziel einer rascheren Dekarbonisierung. Dazu werden Experten aus der gesamten Wertschöpfungskette zusammengebracht, u.a. um bestehende Barrieren abzubauen.

PROPTECH

Seite 70

Neue Freude am Bau(en)

Gastbeitrag von Mathias Rinka

Was haben das hessische Darmstadt und das Schweizer Winterthur gemeinsam? Beide Städte arbeiten mit dem Bau- und Immobiliendienstleister Implenia zusammen und definieren Arealentwicklung und Wohnungsbau neu.

NEWS

Seite 72

Urban

URBAN HEROES

Seite 74

It's a match Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Der Eisbrecher unter den Vermietungs-Apps

Links, rechts, rechts, rechts, links – nein, kein Steppkurs und auch kein Boxtraining. Tinder? Nein, Wohnungssuche! Links- und rechts swipen für die Mietwohnung. Oder als Vermieter:in die Interessent:innen kurz durchleuchten und ebenfalls Daumen links, Daumen rechts. Der Prozess des Mietens und Vermietens hat sich rausgeputzt. Er ist bereit für ein neues Date.

Seite 76

Gemeinsam individuell

Ganz schön kreativ, dieses Münster!

Eine gemeinsame Identifikation erreicht man schwer, wenn alle Beteiligten ihr eigenes Süppchen kochen. Das hat auch die Initiative starke Innenstadt Münster erkannt und ruft deshalb die Münsteraner:innen dazu auf, sich mit Witz und Kreativität an die individuelle Erstellung des gemeinsamen Slogans heranzuwagen.

Seite 78

Schrauben und schnippeln Der Artikel ist noch nicht online verfügbar

Mehr als Bremsenreiniger und Kettenfett

Die alte Gazelle wieder in die freie Wildbahn entlassen. Die Pedale richten und den Schlauch flicken. Die Gangschaltung ölen und den Dynamo geradebiegen. Ritzel gecheckt und die Bremsen erneuert. Alles in eigener Handarbeit selbstgemacht mithilfe von engagierten Menschen, die eins verbindet: Die Liebe zum Rad. In Augsburg ist das in der Bikektichen möglich, in der man dann auch noch um das vereinende Element des Essens weiß.

NEWS

Seite 82

Design

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