Was geht?
Die Architektur Galerie Berlin eröffnete am 15. Januar 2026 die neue Ausstellung „Next Stopp“. Bis zum 19. Februar 2026 werden sechs ausgewählte Projekte des Büros Gruber + Popp Architekt:innen BDA gezeigt.
Die Verbesserung der Infrastruktur in Deutschland steht aktuell im Zentrum der öffentlichen Debatte. Parallel dazu leistet die ausgerufene Mobilitätswende einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung von Klimazielen und Lebensqualität – immerhin 22% der Treibhausgasemissionen werden vom Autoverkehr verursacht. Gleichzeitig führt u. a. der demographische Wandel zu differenzierteren Nutzer:innen-Bedürfnissen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Architekt:innen diese Räume und Prozesse gestalten.
Gruber + Popp arbeiten genau an dieser Schnittstelle. Das Architekturbüro versteht Bauten des öffentlichen Nahverkehrs als soziale Orte, die sorgsam, interdisziplinär und partizipativ gestaltet werden müssen. Ihre Ausstellung zeigt, dass Robustheit, einfache Orientierung und angstfreie Wegführung im Einklang mit hoher Aufenthaltsqualität stehen.

Busbahnhof Martinsried München // Rendering: Gruber +Popp / Stefan Amann

U-Bahnhof Martinsried München // Foto: Zoe Popp
Anhand von sechs Projekten präsentieren Gruber + Popp architektonische Strategien einer gemeinwohlorientieren und klimaresilienten Infrastruktur: Die Münchner U-Bahnstation Campus Martinsried wird mit ihren skulpturalen Oberlichtern zum urbanen Foyer des Forschungscampus der LMU. Unter einem gläsernen Photovoltaikdach entwickelt sich der Busbahnhof Martinsried zugleich zum sozialen Treffpunkt und zur Energiezentrale. In Hamburg knüpft die U-Bahnstation Hagenbecks Tierpark mit ihrer markanten Leuchtdecke an die Geschichte des Ortes an. Die Sanierung der denkmalgeschützten U-Bahnstation Eisenacher Straße in Berlin verbindet sensibles Bauen im Bestand mit Prinzipien des kreislauffähigen Bauens. Die Tram-Haltestelle Berliner Hauptbahnhof unterstreicht die architektonische Resilienz nach zehnjähriger Nutzung mit mehr als 35 Millionen Fahrgästen. Mit dem 2025 gewonnenen Wettbewerb für Modellhaltestellen in Dortmund zeigen Gruber + Popp schließlich, wie sich das für Verkehrsbauten ungewohnte Material Holz modular einsetzen lässt.

Modellhaltestellen Dortmund // Rendering: Gruber + Popp / studiorosarot
Gruber + Popp Architekt:innen BDA wurde 1992 von Doris Gruber und Bernhard Popp gegründet. Das Büro hat sich auf Bildungs- und Verkehrsbauten spezialisiert. Zu den wichtigsten Projekten gehören der „Campus Reuter“, das Jugendzentrum „Betonoase“ und die Straßenbahnhaltestelle am Berliner Hauptbahnhof. Aktuell bearbeiten sie neben den in der Ausstellung gezeigten Projekten in Berlin u. a. die Ruppin-Grundschule, den U-Bahn-Betriebshof Machandelweg und ein Zwischennutzungskonzept für den Flughafen Tegel sowie in München den Hermann-von-Siemens-Sportpark.
Quelle/Autor:in: Architektur Galerie Berlin



