MUSIK IM BERNSTEIN

Nach den Entwürfen des österreichischen Architekturbüros Giencke & Company wurde in Lettland ein neues Konzerthaus gebaut. Mit „Great Amber“, dem bernsteinfarbenen, konusförmigen Bau erhält Liepaja, die drittgrößte Stadt Lettlands, die auch das einzige Symphonieorchester des Landes beherbergt, nicht nur ein Musikhaus, sondern gleich ein neues kulturelles Zentrum. Die konische, leicht verzogene Form erhält der Bau durch eine korbartige Stahlkonstruktion, die mit einer Glasfassade umhüllt ist. Sie lässt den Bau je nach Tageslicht in verschiedenen Nuancen schillern und sorgt für warmes Licht im Inneren. Das Raumangebot ist so vielseitig, dass es die volle Bandbreite des Bedarfs im kulturellen Betrieb abdeckt. Der Konzertsaal für gut 1.000 Besucher bildet das Zentrum des Baus. Seine Akustik soll Dank der Form, die sich mit ihren Rängen und Balkonen an den klassischen Vorbildern der Weinbergterrassen orientiert, besonders gut sein. Praktisch: Durch Anheben des Orchestergrabens und des Parketts kann er auch für nicht-musikalische Anlässe genutzt werden. Umgeben wird er von den Räumen des Symphonieorchesters und den Ausbildungs- sowie Proberäumen der Musikschule. Diese Durchmischung soll den Austausch zwischen Künstlern, Studenten und Lehrern fördern. In den oberen Geschossen befinden sich neben einem Ballettsaal auch eine Experimentierbühne und ein Musikclub mit Bar. Neben Foyer, Café, Musikschule und Kammermusiksaal gibt es unterhalb des Konzertsaals noch die „Civita Nova“, eine 2.000m2 große multifunktionale Veranstaltungsfläche, die den Bürgern als frei zugänglicher, öffentlicher Stadtraum zur Verfügung stehen soll und unterschiedlich genutzt werden kann.

 

 

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