CORONA LÄSST IMMOBILIENPREISE IN DIE HÖHE SCHNELLEN

Während des Corona-Lockdowns verbrachten die Menschen überdurchschnittlich viel Zeit im eigenen Heim. So nahm der Stellenwert des Wohnens deutlich zu. Damit stiegen auch die Preise auf dem Wohnungs- und Häusermarkt. In den meisten Großstädten stiegen die Hauspreise seit Beginn der Krise um 50.000 Euro an.

Der Anstieg der Preise während der Pandemie

Dass die Preise für Wohnungen, Häuser und andere Immobilien in den deutschen Großstädten ansteigen, ist nichts Neues. Dies war auch schon vor der Corona-Pandemie der Fall. Der Preissprung fiel in Corona-Zeiten vielerorts jedoch sehr hoch aus. In München kletterten die Preise laut einer immowelt-Analyse um 10 Prozent nach oben. Dort kostet ein Haus nun im Median 1,29 Millionen Euro.

Die größten Preissprünge legten allerdings die Städte Nürnberg (+13 Prozent) Hamburg und Frankfurt (je +14 Prozent) zurück. Hier kosten Häuser im Median mehr als eine halben Million Euro. Der Grund für den Preisanstieg in den Metropolen ist unter anderem die steigende Nachfrage für schönen, großräumigen Wohnraum. Durch die Corona-Krise waren viele Menschen gezwungen, ungewöhnlich viel Zeit im eigenen Heim zu verbringen. Viele Wohnungen fühlten sich dann zu klein an und größere Immobilien mit Balkon oder Garten wurden interessanter. Die Nachfrage stieg und mit auch der Preis.

Wo lohnt sich der Hauskauf noch?

Nicht überall stiegen die Preise so schnell an wie in den beliebtesten Großstädten Deutschlands. Sieht man sich abseits der Metropolen auf dem Land um, kann sich der Hauskauf noch lohnen. Durch die Digitalisierung im Zuge der Pandemie, ist Home Office in vielen Betrieben nun gang und gäbe. So ist es kein Problem, weiter vom Arbeitsort entfernt zu leben. Vielerorts wurden am Land auch die Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr verbessert.

Einige Großstädte verzeichneten von 2019 auf 2020 zwar einen Kaufpreissprung, aber zeichnen sich dennoch durch vergleichsweise günstige Hauspreise aus. In Leipzig kosten Häuser im Median 404.000 Euro. Auch in Dortmund und Essen gibt es erschwingliche Immobilien. Hier haben sich die Kaufpreise im Zuge der Pandemie nicht signifikant verändert und liegen unter der 400.000-Euro-Grenze.

Am günstigsten ist der Hauskauf in Bremen. Ein Eigenheim kostet dort im Median rund ein Viertel eines Hauses in München – nämlich 320.000 Euro. Obwohl die Preise dort seit Beginn der Pandemie um 10 Prozent gestiegen sind, sind sie nach wie vor erschwinglich. Die Stadt Bremen engagiert sich zudem für seine Einwohner:innen  Um Gentrifizierungsprozessen vorzubeugen, übernimmt die Hansestadt erhöhte Mieten für Empfänger und Empfängerinnen von Sozialleistungen – und das sogar rückwirkend ab März 2020.

10 Jahres-Vergleich: So viel Wohnfläche gibt es für 300.000 Euro

Immobilien verteuerten sich während der Corona-Pandemie rapide, doch dieser Trend war auch schon davor bemerkbar. Das Online-Portal immowelt untersuchte, wie viel Quadratmeter Wohnfläche Käufer vor zehn Jahren für 300.000 Euro erhielten und wie viel heute. Dabei kam heraus, dass die Wohnfläche um bis zu 56 Quadratmeter zurückgegangen ist. Stark betroffen von diesem Trend ist die Hauptstadt Berlin. Im Jahre 2010 bekamen Käufer noch 121 Quadratmeter für 300.000 Euro, 2020 sind es nur noch 65 Quadratmeter.

Vielerorts bekommen Immobilienkäufer für das gleiche Budget rund die Hälfte an Wohnfläche wie vor zehn Jahren. Zwar sind die Gehälter in Deutschland im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 23% gestiegen, doch dies betrifft nicht alle Schichten der Gesellschaft und auch nicht alle Berufe gleichermaßen. Die Folge davon ist, dass oft nur Gutverdiener und Wohlhabende sich Eigentum leisten können.

Fazit

Die Analysen sind alles andere als erfreulich. Prognosen gehen davon aus, dass die Kaufpreise in deutschen Großstädten auch in diesem Jahr weiter ansteigen. Die Tendenz ist klar: Weniger Wohnraum für stetig wachsende Kosten.

Quelle der Zahlen: immowelt

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