Neumarkt Osnabrück

Das Berliner Architekturbüro GEWERS PUDEWILL hat den 1. Preis zur Neugestaltung des Neumarkts in Osnabrück gewonnen. Bei dem Einladungswettbewerb nach RPW nahmen 12 Büros teil. Das Preisgeld war auf 49.000 € dotiert.

Das zu entwickelnde Grundstück liegt in zentraler Lage der Osnabrücker Innenstadt und bildet den Auftakt zur Hauptfußgängerzone. Gleichzeitig begrenzt es den neu zu gestaltenden Platz „Neumarkt“ im Westen. Als Bindeglied zwischen Fußgängerzone und der Johannisstraße sollte ein neues Geschäftshaus entstehen. Das 2008 in Berlin gegründete Architekturbüro GEWERS PUDEWILL konnte mit ihrem Entwurf eines zentralen Büro- und Geschäftshauses den Wettbewerb für sich entscheiden.

Als zentrales Element des neu entstehenden „Neumarkt“-Platzes nimmt das künftige Büro- und Geschäftshaus eine Schlüsselrolle ein. Im Stadtraum muss der Entwurf die Große Straße auf einen Schlusspunkt bringen, dann im Straßenraum neben dem Busbahnhof als Raumfassung.

Das Haus entwickelt sich im Grundriss aus den vorgegeben Straßenlinien zu einer selbstverständlichen Figur, die möglichst viel Fassadenfläche zum neuen Neumarkt hin bietet. Der Entwurf sieht ein Gebäude vor, das als klarer Baukörper wirkt und in seinen Umrissen Ruhe und Zeitlosigkeit ausstrahlt. Eine homogene und unmodische Architektur bestärkt diesen Ansatz und bildet gleichermaßen den „Schlussstein“ für den wiederhergestellten Stadtraum „Neumarkt“.

Die Fassaden erhalten locker verteilte Fensteröffnungen, werden mit einem hellen Backstein verkleidet und nehmen das Thema der schon vorhandenen hellen steinernen Fassaden, wie etwa dem Gerichtsgebäude schräg gegenüber auf.

Diese teils durchbrochenen und sich zum Fenster ausrichtenden „Laibungen“ überschneiden sich um je etwa 80 cm mit dem Fenster und erzeugen bei Dämmerung und Dunkelheit ein feines Spiel mit dem Außen- und Innenlicht.

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