EINE STADT IN DER STADT

In Frederiksberg, nahe des Kopenhagener Zentrums entsteht ein Campus, der so multifunktional und komplex ist, dass es er auch Stadtcampus genannt wird. Städtebaulich kompakt und dennoch vielseitig in seinen Nutzungsstrukturen integriert sich der neue Campus in die bestehenden städtischen Strukturen und wird zu einem lebenswerten Ort der Bildung.

Die Copenhagen Business School (CBS) ist mit 20.000 Studenten die zweitgrößte Wirtschaftshochschule in ganz Europa und liegt in der Stadt Frederiksberg, in unmittelbarer Nähe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

In Kooperation mit der Stadt Frederiksberg hat die CBS die Vision verfolgt, den bestehenden Campus einer Rundumerneuerung zu unterziehen und ihn zu einem der weltbesten Stadtcampus zu machen. Kern der Vision sollte das Verschmelzen städtischen Lebensgefühls mit dem Lebensgefühl junger Studenten auf einem Campus sein. Die dänischen Architekten C.F. Møller und C.F. Møller Landscape konnten zusammen mit Transform architecture + urbanism und Moe (Tiefbau) den Wettbewerb zur Neugestaltung des Stadtcampus für die CBS für sich entscheiden. Der von C.F. Møller entworfene Masterplan stellt auf 31.000 qm eine ganzheitliche Lösung dar, die durch öffentliche urbane Räume, offene und einladende Gebäudekomplexe und Wegebeziehungen einen attraktiven Stadtraum für Lehre, Forschung und Bildung schafft.

Das lange und schmale Universitätsgelände der CBS liegt zwischen zwei wichtigen Haltepunkten der Kopenhagener Metro Linie und wird von der zentralen Fußgängerzone „Rambla“ durchlaufen. Indem vier ganz neuwertige, attraktive urbane Räume entlang dieser Fußgängerzone entstehen, die einen zentralen städtischen Platz, einen Park als Ort der Naherholung im Herzen des Campus und verdichtende extrovertierte Gebäude integrieren, steigert der Masterplan die Kohärenz zwischen der CBS und der Stadtgesellschaft.

Parallel zur Rambla verlaufend verknüpft ein Fahrradweg den Campus mit dem bereits bestehenden Fahrradwegenetz der Stadt und generiert einen sicheren Verkehrsfluss durch Frederiksberg. Das kompakte und multifunktionale Design der Gebäudekubaturen schafft so viel Raum wie möglich für öffentliche, urbane Plätze und Aufenthaltsmöglichkeiten. Eine sparsame Inanspruchnahme des Bodens war eine der wichtigsten Strategien bei der Entwicklung des neuen Masterplanes. Zudem versprechen die begrünten Dachflächen vielseitige und flexible Freiräume zu sein, deren gestalterischer Ausdruck sich im andauernden Wandel befinden kann.

Das Projekt legt zudem viel Wert auf den Aspekt der Nachhaltigkeit und nutzt die Kriterien des DGNB Zertifizierungssystems für nachhaltige Neubauten und Quartiere, um sowohl den ökologischen als auch die wirtschaftlichen Ansprüchen der Hochschule gerecht zu werden. Von ebensolcher Wichtigkeit sind dem Projekt Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit. Diese werden sowohl durch klar definierte öffentliche Begegnungsräume und grüne Freiraumelemente geschaffen. Die Verschmelzung von bestehenden Verkehrsverbindungen der Stadt Frederiksberg mit dem Campus fungiert zudem als Anziehungsfaktor für eine große Vielfalt an Nutzergruppen.

C.F. Møller schaffen es als ausführende Architekten mit ihrem Masterplan für die CBS eine Reaktivierung des bestehenden Campus, die gleichzeitig zu mehr Stadt in der Stadt führt. Durch die starke Berücksichtigung der bestehenden Stadtstrukturen und die gezielte Stärkung urbaner Qualitäten, entsteht ein hochwertiges urbanes Quartier, dass nicht nur für die Studenten der CBS eine Bereicherung ist.


C.F. Møller ist eines der führenden skandinavischen Architekturbüros und kann auf 90 Jahre preisgekrönte Arbeiten im nationalen und internationalen Raum zurückblicken. Das Büro hegt eine lange Tradition für soziale und ökologische Verantwortung in einer demokratischen Architektur, die eine hohe Zugänglichkeit für jegliche Gesellschaftsschichten aufweist. Heute kann C.F. Møller rund 350 Mitarbeiter verzeichnen, die sich auf ihren Hauptsitz in Aarhus und die Niederlassungen in Kopenhagen, Aalborg, Oslo, Stockholm und London verteilen.

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