JAHRHUNDERTEALTES KONZEPT

Nahe der Innenstadt, auf dem Areal des ehemaligen Güter- und Rangierbahnhofs, entsteht in Heidelberg derzeit ein kompletter Stadtteil, die Bahnstadt. Es handelt sich um eins der größten Stadtentwicklungsprojekte mit Passivhausstandarts in ganz Deutschland.

Derzeit leben in der Bahnstadt 2.600 Menschen. Vorgesehen sind Wohnungen für insgesamt 5.500 Bewohnerinnen und Bewohner – Studierende, Alleinlebende, junge Paare, Wohngemeinschaften und Familien, die Generation 50plus und Senioren. Die Nachfrage nach Wohnungen ist so groß, dass das auf insgesamt 14 Jahre ausgelegte Projekt zwei Jahre vor Plan liegt.

In der Bahnstadt wird der jahrhundertealte Ansatz eines integrierten Quartiers aus „Leben. Forschen. Entwickeln.“ verwirklicht. Die enge Verzahnung von Wissenschaft, Gewerbe, Wohnen und Kultur in einem Quartier sowie das vielfältige Angebot von Miet- und Eigentumswohnungen tragen zu einer abwechslungsreichen Lebenswirklichkeit bei und ist für Familien, Studenten, Fachkräfte, Wissenschaftler und Senioren gleichermaßen attraktiv.

Architektur mit modernen Zuschnitten 

Die Bahnstadt bietet alle Wohnungsgrößen, flexible und an unterschiedliche Lebensphasen anpassbare Wohnungszuschnitte, Konzepte für Mehrgenerationen-Wohnen, Betreuungsmodelle und eine Baugemeinschaft. Nach dem Vorbild europäischer Städte ist der neue Stadtteil in einzelne Quartiere mit grünen Innenhöfen aufgeteilt. Hinzu kommen die Gebäude des 22 ha großen Bahnstadt-Campus, die sich mit Mikro-Apartments, Fitnessanlagen und Gemeinschaftsräumen an Studierende, jüngere Fachkräfte oder Nachwuchswissenschaftler richten.

Die Bahnstadt ist mehr als ein Wohngebiet, nämlich ein kompletter Stadtteil. Wenige Jahre nach Projektbeginn im Jahr 2009 sind bereits mehrere Grünanlagen und Freiräume fertiggestellt. Heidelberger aller Stadtteile nutzen diese rege. Kulturangebote, Kindertagesstätten und die derzeit noch im Nachbarstadtteil untergebrachte Bahnstadt-Schule sind ebenfalls bereits im Betrieb. Das erste Großkino Heidelbergs wird derzeit in der Bahnstadt gebaut. Zudem entsteht hier das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus mit dem Namen B3, das sich an alle Generationen richtet. Hier wird dann auch die Schule ihr endgültiges Zuhause haben, ebenso eine weitere Kindertagesstätte.

Teil der Bahnstadt ist auch das Quartier „Heidelberg Village“ des Freiburger Architektenbüros Frey, das zurzeit gebaut wird. Es hat ökologischen und gesellschaftlichen Modellcharakter. Im Quartier soll es einen ausgewogenen Wohnungsmix geben mit generationsübergreifendem Wohnen, zahlreichen Begegnungsräumen sowie einem professionellen Quartiersmanagement. Ferner sind begrünte Doppelfassaden sowie private und halböffentliche Dachgärten vorgesehen.

Vernetzt von Anfang an 

Von Anfang an konnten sich die neuen Bewohnerinnen und Bewohner vernetzen und neue Nachbarschaften bilden. Sichtbares Zeichen dafür ist der von der Stadt Heidelberg finanzierte Bahnstadttreff „LA33“, der sich rasch zum zentralen Knoten im Netzwerk der Bahnstadt entwickelt hat und von einem Trägerverein betrieben wird. Zahlreiche Bahnstädterinnen und Bahnstädter holen sich hier Informationen über den neuen Stadtteil, bieten Gruppen an, besuchen Ausstellungen, Konzerte und Vorträge. Darüber hinaus nutzt auch der Stadtteilverein Bahnstadt diesen Raum.

Bahnstadt setzt Zeichen beim Klimaschutz

Eine Besonderheit der Bahnstadt ist ihr Energiekonzept. Alle Gebäude, auch Gewerbeimmobilien, müssen im Passivhausstandard errichtet werden. Die Bahnstadt ist damit die derzeit größte Passivhaussiedlung weltweit. Der verbleibende Energiebedarf wird fast vollständig aus regenerativen Energien gedeckt – dank eines neuen, für 20 Millionen Euro errichteten Holz-Heizkraftwerks. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Bahnstadt haben im Jahr 2014 in den Gebäuden im Passivhausstandard durchschnittlich rund 80 % Heizwärme im Vergleich zu fernwärmeversorgten Bestandsgebäuden eingespart – das belegen Messungen des Darmstädter „Passivhaus Institut“.

Die Heidelberger Bahnstadt ist auch ein Wissenschaftsstandort. Auf dem Bahnstadt-Campus finden sich Ressourcen für wissensintensive Unternehmen. Schon jetzt sind dort mehrere hochspezialisierte Bio- und Hightech- und ein weltweit tätiges Chemieunternehmen tätig. Ziel ist es, an dem Standort eine Symbiose aus Forschung, Entwicklung und Produktion herzustellen. Seit Projektbeginn sind in der Bahnstadt rund 1.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Ein Kraftakt, der sich lohnt 

Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner betont: „Von der Bahnstadt profitiert letztlich ganz Heidelberg. Es ist ein Kraftakt, aber es ist wichtig, dass wir die starke Dynamik nutzen.“ Rund zwei Milliarden Euro, so die Schätzungen, werden in dem Stadtteil investiert. Das Areal ist mit 116 ha größer als die Heidelberger Altstadt.


Stadt Heidelberg
Ansprechpartner
Herr Achim Fischer
Leiter des Amts für Öffentlichkeitsarbeit
Marktplatz 10, 69117 Heidelberg
T. 49 (0) 6221/ 58 12 00-0
oeffentlichkeitsarbeit@heidelberg.de | www.heidelberg-bahnstadt.de

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