EINE „NEUE MITTE“ FÜR RAUNHEIM

Die Stadt in Hessen schafft sich selbst ein neues Zentrum. Wichtigster Baustein ist die Belebung des Rathausplatzes, der künftig zum zentralen Punkt Raunheims werden soll.

15.000 Einwohner leben im hessischen Raunheim, rund 20 Kilometer südwestlich von Frankfurt am Main. 2005 schuf die Stadt mit der Aufstellung und der Definition eines Leitbildes die Grundlage für die Entwicklung einer neuen Stadtmitte. Zentrale Aufgabe aus städtebaulicher Sicht war, eine verbindende, übergreifende Gestaltung mit den Außenbereichen rund ums Rathaus zu bilden und so eine echte, wahrnehmbare und vor allem gelebte Stadtmitte zu schaffen.

Ab 2006 wurde das Projekt konsequent realisiert: Der erste Abschnitt der „Neuen Mitte“ umfasste den Bau eines attraktiven Einkaufmarktes, einer Seniorenanlage, einer markanten Fußgänger- und Radwegbrücke als Schrägseilbrücke mit angrenzendem Park sowie die Modernisierung und Renovierung des Hallenbads und der Sporthalle. Umfangreicher und vor allem prägender war der zweite Bauabschnitt ab 2012. Hier ließ die Stadt ein modernes Rathaus mit Bürgersaal und großzügigem Rathausplatz errichten.

Durch Säulenanordnungen und eine vorgehängte Glasfassade wirkt das rechteckige Rathaus sehr filigran. Im rechten Winkel zum Rathaus wurde der Bürgersaal angeordnet, ebenfalls mit einem rechteckigen Grundriss. Darüber hinaus wurde ein wichtiger stadtgestalterischer Akzent mit einem dreifeldrigen Wasserbecken mit Querungs- und Aufenthaltsfunktion und einem beleuchteten Fontainenfeld geschaffen. Für die Grünbereiche wurden schmale, längliche Flächen in Stahl eingefasst und mit feinen Gräsern bepflanzt.

Auch das Gemeindezentrum der evangelischen Paulusgemeinde und die dem Rathaus gegenüberliegende Pestalozzischule wurden umfangreich saniert und neu gestaltet. Weil es im Zufahrtsbereich der Schule häufig zu Konflikten mit Fußgängern und Radfahrer, insbesondere aber mit Schülern kam, die hier in großer Zahl zum Haupteingang des Gebäudes strömen, soll nun auch dieser Bereich umgestaltet werden. Das Projekt ist in das Initiativkonzept als sogenannter dritter Bauabschnitt aufgenommen worden und wird derzeit umgesetzt. Die Fertigstellung ist für Anfang Juni 2016 geplant.

Durch eine leichte Verschiebung des Knotenpunktes Ringstraße / Niddastraße nach Westen entsteht zwischen dem Rathausvorplatz und der Pestalozzischule eine großzügiger Platz, der hinsichtlich Farbgebung, Materialauswahl, Baumarten und Ausstattung, das Design des Rathausplatzes vollständig aufgreifen soll.

Optisch wird das Stadtzentrum dann als zusammenhängende Einheit, vom Hallenbadvorplatz bis zum Rathausvorplatz und Gemeindezentrum, erkennbar sein. Der Anliegerverkehr wird künftig am Platz vorbei auf einem gesondert ausgewiesenen Fahrstreifen als verkehrsberuhigter Bereich geführt. Die Umgestaltung bedeutet also nicht nur die Vervollständigung der „Neuen Mitte“, sondern schafft gleichzeitig mehr Sicherheit durch einen geordneteren und ruhigeren Verkehrsfluss.

Die letzte Baumaßnahme im Stadtzentrum soll ebenfalls noch in diesem Jahr beginnen: Auf der Freifläche hinter dem Rathaus soll ein Geschäfts- und Ärztehauses errichtet werden, das zusätzliche medizinische Dienstleistungen bietet. Auch ein gastronomisches Angebot mit Außenbewirtschaftungen ist geplant, so dass der Rathausplatz vor allem in der warmen Jahreszeit von vielen Besuchern und Bürgern genutzt werden dürfte. Um auch die Autofahrer zufrieden zu stellen, entstehen entlang der Bahnlinie zusätzliche Parkplätze. Die Fertigstellung des gesamten Projektes ist für Mitte 2017 geplant.


Stadt Raunheim

Ansprechtpartnerin
Carola Becker
Fachdienst III – Infrastruktur
Im Stadtzentrum 1, 65479 Raunheim
T. +49(0)6142 / 402-203
c.becker@braunheim.de | www.raunheim.de

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