HUBLAND: IN WÜRZBURG ENTSTEHT EIN NEUER STADTTEIL

Ein altes Militärgebiet im Osten der Stadt, ein riesiger grüner Park auf der ehemaligen Flugzeuglandebahn, mehrere Hangars – jede Menge ungenutzte Flächen also. Aber nicht mehr lange. Zunächst findet in „Hubland“ im April – nun schon zum zweiten Mal in Würzburg – die Landesgartenschau 2018 statt. Wenn im Oktober das Event vorbei ist, wird weiter an der Errichtung des neuen Stadtteils gearbeitet. Die Stadt kann so die Gartenschau nutzen, um Zuschüsse für die hohen Investitionen zu erhalten, die in das neue Gebiet fließen werden – insgesamt benötigt man 18 Millionen Euro, 9,5 Millionen bekommt die Stadt von unterschiedlichen Förderern.

Oberhalb der Altstadt gelegen, werden in dem Areal bald viele neue Wohnblöcke und Einfamilienhäuser rund um den großen Park entstehen – mit Blick aufs Grüne. Die Einfamilienhäuser werden in einem Losverfahren an die Bewohner vergeben. Danach muss sich jeder Bauherr eigens um die Entstehung des Hauses kümmern, was für eine hohe architektonische Individualität in dem Gebiet sorgt.
Die Errichtung neuer Wohneinheiten hat die Stadt auch wirklich nötig: Momentan fehlten rund 6500 Wohnungen. In Hubland werden insgesamt 4500 Menschen wohnen können, sodass sich der Wohnungsmarkt etwas entspannen könnte.

Das Ziel der Projektplaner ist eine kompakte, moderne Siedlung, die zum größten Teil von Grünflächen umgeben sein soll. Es sollen überwiegend Häuser mit Flach- oder Pultdächern entstehen, die einen Kontrast bilden zu den historischen Bauten, die aus den Zeiten des früher dort angesiedelten Militärs übrig geblieben sind. Einige derer sollen auch im neuen Stadtteil weiterbestehen, unter anderem zwei Flughallen und ein ehemaliger Tower. Auch sei für nahezu jeden der geplanten Wohnblöcke ein eigener Wettbewerb geplant, was die gewünschte optische Mischung noch einmal verstärkt.

Neben den Wohneinheiten entstehen viele weitere anwohnerfreundliche Bauten wie ein Nahversorgungs- sowie ein Stadtteilzentrum mit Bücherei, ein Aussichtsturm mit weitem Blick über das ganze Gebiet und außerdem ein Zentrum für Sport, Kultur und Soziales mit Jugendtreff und eigener Kita. Es wird auch ein Inklusionsprojekt in Hubland stattfinden: In einem Haus mit Café und Bäckerei werden zusammen Wohngruppen Behinderter sowie Wohnungen für Nichtbehinderte und zwei Arztpraxen entstehen.

Ein weiterer Vorteil: Der neue Stadtteil ist sehr nah am Campus Hubland gelegen – somit sind auch neue Bauten für Forschungszwecke und mehrere Studentenwohnheimen in Planung.

Die Erschließung neuer Straßenflächen inklusive Leitungen und Kanäle ist schon komplett abgeschlossen. Auch sonst wird Hubland in Sachen Mobilität modern aufgestellt sein: An drei Mobilstationen wird man Carsharing-Plätze sowie E-Ladesäulen für Autos und Fahrräder finden. In weiterer Zukunft ist auch eine Tramlinie geplant.

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© Foto Credit Stadt Würzburg

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