AMSTERDAM: VIELFÄLTIGER WOHNKOMPLEX GEPLANT

Es ist eine Antwort auf den fehlenden Wohnraum in Amsterdam – nicht ganz Amsterdam, aber im Großraum. Das neue Wohnprojekt „Hyde Park Residenz“ wird nämlich weit westlich des Amsterdamer Zentrums gelegen sein, nur drei Kilometer Luftlinie vom Flughafen Schiphol entfernt.

Der Wohnkomplex beruht auf einem Masterplan vom niederländischen Studio MVRDV, der aktuelle Entwurf des Wohnblocks kommt von der Architektin Manuelle Gautrand aus Paris, die 2017 mit dem Europäischen Architekturpreis ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit INBO Architekten aus Amsterdam hat ihr Büro 400 Wohneinheiten auf 39.000 Quadratmetern entworfen, die sich auf neun unterschiedlich gestaltete Gebäude verteilen. Unterschiedlich gestaltet heißt in dem Fall, dass sich die Designs nach verschiedenen Themen gerichtet haben – das führt dazu, dass Form, Materialien, Farbgestaltung sowie Höhen der Gebäude variieren. Ein kluger Schachzug bei einem Wohnkomplex, der sich aus neun Einheiten zusammensetzt: So wird verhindert, dass der Bau – wie so oft – als riesiger Klotz endet.

Beispielsweise soll eins der Gebäude, „Big Bite“ genannt, aus weiß glasierten Ziegel- und Glassteinen bestehen, was der Fassade einen regenbogenartigen Eindruck verleiht. Zukünftige Bewohner dieses Gebäudes werden ihr neues Zuhause in Form von Maisonette-Wohnungen vorfinden. Das „Big Loggia House“ hingegen ist überzogen von großen Fensterflächen, die den Bewohnern viel Helligkeit bescheren werden.

Die restlichen Gebäude bestehen unter anderem aus rotem oder weißem Ziegel, andere sind mit Metall- oder Edelstahlplatten verkleidet. Es gibt Gebäude mit blauen Terrassen oder auch verglasten Loggien, die als kleine Gewächshäuser fungieren: Vielfalt wird hier tatsächlich großgeschrieben.

Alle Gebäude sind entlang des Straßenverlaufs um einen grünen Innenhof angeordnet – eins davon, mit dem Namen „In the Garden“, ragt in den Hof hinein und soll diesen mit einer Dachterrasse nach oben erweitern.

Trotz der optischen Vielfalt ist es den Planern wichtig zu betonen, dass Wert auf einen Gesamtzusammenhalt des Wohnkomplexes gelegt werde – man wolle ein diverses, gemeinschaftliches und harmonisches Dorf erschaffen.

250 Tiefgaragenplätze ergänzen die Wohnungen. Außerdem hat man auch den Umweltschutz nicht vergessen: Es wird die LEED Zertifizierung in Gold angestrebt, ein Programm zur freiwilligen Zertifizierung, das darauf abzielt, die hohen Leistungen nachhaltiger Bauten zu stärken und zu fördern.

Die Fertigstellung des Komplexes ist für 2022 anberaumt.

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Renderings © Romain Ghomari

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