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In Zeiten der Urbanisierung steht es außer Frage bei der Entwicklung zukünftiger Wohnbebauung in Städten in die Höhe denken zu müssen. Dass Geschosswohnungsbau jedoch nicht zugleich isoliertes, informelles nebeneinander Wohnen bedeuten muss, zeigt das Konzept des geplanten Wohntowers in Antwerpen.

In ihrem Entwurf, der neben Wohnnutzungen und dazugehörigen Gemeinschaftsräumen auch Büro- und Dienstleistungsgewerbe integriert, haben die dänischen Büros C.F. Møller Architects und Brut Architecture and Urban Design insbesondere Wert auf einen gemeinschaftsschaffenden Aspekt der architektonischen Ausgestaltung gelegt und sich die soziale Interaktion zum Ziel gemacht, die in derartigen Wohnformen häufig viel zu kurz kommt.

Der geplante Wohnturm ist 24 Stockwerke hoch und umfasst auf 15.000 m2 116 unterschiedliche Wohnungstypen die in sogenannte mini-communities gruppiert werden. So sind etwa ähnliche Wohnungstypen, für Familien oder Studenten, so gruppiert, dass sie sich einen gemeinsamen Balkon, Wintergarten oder Innenhof teilen können. Wer zudem nicht alleine in seinem Apartment speisen möchte, dem ist die Möglichkeit gegeben, gemeinsam mit den Nachbarn einen Raum zum Essen zu nutzen. Mit für die Gemeinschaft zugänglichen Dachterrassen, Indoor-Gärten oder Versorgungseinrichtung wie Fahrradwerkstätten innerhalb des Towers, wird das soziale Miteinander noch weiter gestärkt.

Der Entwurf wurde von innen nach außen entwickelt und gewährt durch seine gitterartig gestaltete Glasumhüllung Einblicke in die Struktur der verschiedenen community Bausteine und ihrer sich in Balkonen und Wintergärten erstreckenden Gemeinschaftsräume. Dies ermöglicht auch dem äußeren Betrachter, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie gemeinschaftsfördernd das Leben im Geschosswohnungsbau zukünftig sein könnte. Die innere Gebäudekubatur, für die langlebige Materialien verwendet werden, besticht durch eine grau-braune Backsteinfassade, die durch weiße Betonelemente ergänzt wird.

Das Wohnprojekt, welches innerhalb eines Wettbewerbs für das städtebauliche Entwicklungsprojekt Nieuw Zuid von einem privaten Investor und der Stadtverwaltung ausgewählt wurde, wird voraussichtlich im Jahr 2017 fertiggestellt sein.

„The design enables a new form of
collective living in tall buildings, and
makes its inner dynamics and diversity
visible in the facades without sacrificing
the overall expression.“
Competition Jury

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