STÄDTE DER ERINNERUNG

Der Skulpturenpark in Wuppertal erstreckt sich über zwölf Hektar Fläche und ist für viele Bewohner ein inspirierender Ort – in der Gartenanlage verschmelzen Kunst und Natur. Wer den Rundgang unternimmt, begegnet vor allem Plastiken von Tony Cragg, Richard Deacon, Thomas Schütte, Wilhelm Mundt, Eva Hild und anderen. Außerdem gibt es seit 2007 einen Ausstellungspavillon mit gläsernen Wänden, in dem Platz für die Präsentation von wechselnden Schauen ist.

Genau hier werden derzeit die Werke des französischen Künstlerpaares Anne und Patrick Poirier gezeigt. Seit 50 Jahren arbeiten die beiden bereits zusammen, studierten gemeinsam an der École des Arts Décoratifs in Paris und hielten sich später einige Jahre an der Villa Medici in Rom auf.

In ihren Plastiken beschäftigen sich Anne und Patrick Poirier ganz wesentlich mit den Themen Stadt und Erinnerung, Archäologie und Architektur. „Aus diesem Ansatz heraus entwickelten die beiden Künstler monumentale Großskulpturen in Form von Stadtmodellen, die zugleich eine Art psychologischer Kartografie darstellen“, heißt es hierzu auf der Webseite des Skulpturengartens. Dadurch sind die Werke der Poiriers oft auch politisch. Im Jahre 2015 beispielsweise kreierten sie „Aleppo“, ein Teppich aus zerbrechlichen Materialien, der eine Luftansicht der Stadtruinen zeigt.

In der aktuellen Ausstellung im Skulpturengarten sind nun alle Hauptwerke des Künstlerpaares zu sehen, darunter „Mnemosyne“, eine Großskulptur, die die Vorstellung einer utopischen Stadt zeigt. Oder „Ouranopolis“, das im ersten Moment an ein UFO erinnert, im Inneren jedoch weitläufige Räume aufzeigt, die nur durch Bullaugen in der Außenwand zu sehen sind.

„Anne und Patrick Poirier – Mnemosyne“ ist noch bis zum 08. Januar 2017 im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal zu sehen. Mehr Infos auf deren Webseite.

 


 

Bilder

© Skulpturenpark Waldfrieden

© RuhrNachrichten/Süleyman Kayaalp

© Galerie Mitterrand/Anne & Patrick Poirier

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