BASEL WILL WIEDER HOCH HINAUS

Heute befindet sich auf dem Basler Nordspitz-Areal noch ein reines Gewerbe- und Einkaufsgelände. Das wird sich aber in den nächsten Jahren ändern: Das Areal soll bald in ein neues urbanes Viertel mit eigener Identität verwandelt werden, auf dem sich neben Wohn- und Geschäftsflächen auch viele Bildungs- und Freizeitangebote sowie weitläufige Grünflächen befinden sollen. Entworfen wird das Ganze von den weltberühmten Basler Architekten Herzog & de Meuron. Das Duo setzte sich gegen fünf Konkurrenten durch, die alle gern die Umgestaltung des Viertels nahe des Bahnhofs Basel übernommen hätten. Vorteilhaft war dabei wahrscheinlich auch, dass sich die beiden schon seit über 20 Jahren mit der Gestaltung dieser Fläche beschäftigt haben und jetzt mit ihren neuen Plänen überzeugen konnten.

Kernstück des neuen Quartiers sollen drei schlanke, runde Wohntürme darstellen – mit bis zu 160 Metern Höhe die höchsten Wohngebäude der Schweiz. Dabei setzt man auf stark verdichtete und gemischte Nutzung: Neben Geschäften in den unteren Etagen sollen darüber Büroräume und in den höheren Stockwerken Wohneinheiten entstehen, die Platz für 1400 Personen bieten.

Den Architekten ist dabei wichtig, dass hochmoderne Wolkenkratzer nicht mit Luxusresorts gleichzusetzen sind: Es entstehen neben einigen Luxusunterkünften vor allem Wohnungen für den Mittelstand Basels. Durch zusätzliche Wirtschafts- und Gewerbeflächen werden zudem hunderte neuer Arbeitsplätze geschaffen – es wird auf eine Verbindung aus Wohnen und Arbeiten gesetzt. Und außerdem auf begrünte Verdichtung: Neben den drei Hochhäusern sollen zwei parkähnliche Anlagen entstehen. Die eine ebenerdig, die andere als weitläufiger Dachgarten auf einem Geschäft in 15 Metern Höhe. Über eine grüne Zugangsrampe sollen die Bewohner diesen Park erreichen, in dem Angebote wie Urban Farming und Sportaktivitäten geplant sind.

Noch ist nichts gebaut worden – es stehen nur die ersten Pläne fest. Wie das Stadtviertel genau aussehen und ob sich diese Vielfältigkeit inmitten der Stadt auf einem verdichteten Raum so realisieren lässt wie gewünscht, wird sich in den kommenden zwei Jahren klären.

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Foto Credits © Herzog & de Meuron

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