MÜNCHEN-FREIHAM: RABATTIERTE GRUNDSTÜCKSPREISE FÜR GENOSSENSCHAFTEN

München-Freiham ist ein neuer Stadtteil, der in den kommenden Jahren im Westen der bayerischen Landeshauptstadt entstehen soll. In spätestens 25 Jahren sollen in Freiham 25.000 Menschen leben und 7500 Arbeitsplätze entstanden sein. So wünschen es sich die Stadtplaner. Während der Konzeptionierungsphase wurde auf vielen Podiumsdiskussionen darüber debattiert, wie dieses neue Quartier lebenswert gestaltet werden kann und vor allem auch für Entlastung bei den steigenden Mieten sorgen kann. Daraufhin galt in der Politik und in der Bevölkerung das Credo, dass in Freiheim die Bäckereifachverkäuferin friedlich neben dem Investmentbanker wohnen soll. Dafür hat die Stadt München sogar einige der neuen Flächen speziell für Genossenschaften ausgewiesen.

Die Ernüchterung trat aber spätestens im Zuge des konkreten Ausschreibungsverfahren ein: 600 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche rief die Stadt München auch für Genossenschaftsprojekte auf. Nicht eine einzige Baugenossenschaft sah sich daraufhin in der Lage diesen horrenden Preis zu bezahlen.

Auf die anhaltende Kritik hat der Stadtrat jetzt reagiert und den Preis für die Baugenossenschaften auf 300 Euro halbiert. Damit sollen die Genossenschaften in die Lage versetzt werden, auch in Freiheim zu bauen und damit für erschwinglicheren Wohnraum zu sorgen. Für die Stadt München bedeutet das circa 6,5 Millionen Euro weniger Einnahmen als geplant.

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