ABRISS EINER STOCKHOLMER BRÜCKE DURCH UMGESTALTUNG VERHINDERN

Die Brücke Gamla Lidingöbron im Norden von Stockholm soll abgerissen und durch eine modernere Struktur ersetzt werden – das wurde von der Insel Lidingö beschlossen, die zur Provinz Stockholm gehört. Die Brücke verbindet die schwedische Hauptstadt mit der Insel.

Als Reaktion auf diese Pläne hat die Organisation Urban Nouveau nun eine originelle und nachhaltige Alternative vorgelegt, die die Brücke vor dem Abriss bewahren soll: Sie soll restauriert und in Wohneinheiten sowie einen linearen Park transformiert werden. Das Oberdeck der Brücke soll zu dem Park umgestaltet werden, dessen Prinzip an die New Yorker High Line erinnert. In der Stahlkonstruktion darunter sollen 50 Wohnungen entstehen, die das überlastete Stockholm gut gebrauchen könnte und die einen originellen Wohnort bieten würden. Sie hätten auf beiden Seiten Glasfassaden, die einen hellen und innovativen Wohnraum bereitstellen würden. Erreichbar wären sie über einen privaten Aufzüge sowie eine Treppe.

Auch für die Finanzierung der Reparaturen sowie der Transformation haben sich die Gründer schon einen Plan überlegt: Der Verkauf dieser Wohneinheiten könnte die nötigen Mittel zur Renovierung der Brücke und die Umgestaltung in den Park bieten.

Laut den Gründern von Urban Nouveau könnten so alle infrastrukturellen, technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen gelöst werden, die sich bei der Transformation stellen. Es sei eine durchaus machbare Alternative zu der geplanten modernen Struktur, die die Brücke aktuell ersetzen soll.

Die 1925 fertiggestellte Gamla Lidingöbron ist eine Eisenbahn- und Fußgängerbrücke im Norden von Stockholm.

Die Gemeinde plant, 2019 mit dem Bau einer neuen Brücke zu beginnen, deren Fertigstellung für 2021 geplant ist. Die Brücke Gamla Lidingöbron wird abgerissen, nachdem die neue Brücke 2022 in Betrieb genommen wurde.

Laut Urban Nouveau ist es ein kulturhistorisch einzigartiger Bau, vor allem ein wichtiges Symbol für Stockholm, dessen Wert über die Zeit nur zunimmt. Es sei innovativer und vor allem nachhaltiger, die bestehende Brücke zu restaurieren, statt einen Abriss einzuleiten.

Um ihr Vorhaben durchzusetzen, hat das Unternehmen eine Petition ins Leben gerufen – bislang habe es überwiegend positive Kommentare von der lokalen Gemeinschaft gegeben, die die Organisation weiter in ihren Plänen bestärkt haben.

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Renderings © Urban Nouveau

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