NACHHALTIGKEITSPREIS IN DEUTSCHLAND VERGEBEN: DAS SIND DIE GEWINNER-STÄDTE

Seit 2012 wird er vergeben, in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal – der Nachhaltigkeitspreis an deutsche Städte von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Auch in diesem Jahr durften sich drei Städte freuen, die sich mit ihrem Engagement für den Klimaschutz hervorgetan haben. Der Preis wird an je eine Stadt der Kategorie Groß-, Mittel- und Kleinstadt bzw. Gemeinde vergeben. 

Osnabrück durfte sich in diesem Rahmen über den ersten Platz der Kategorie Großstadt freuen. Die niedersächsische Stadt hat sich mit ihrem „Masterplan Innenstadt“ gegen die weiteren Nominierten Stuttgart und Erlangen durchsetzen können: Bei diesem Konzept steht die Partizipation aller städtischen Akteure im Vordergrund, was die Jury besonders überzeugte. In Kooperation aller Akteure werden Themen wie Nachverdichtung, ein umweltfreundlicherer Verkehr sowie mehr Grünflächen erfolgreich angegangen und umgesetzt.

Auch ökologische Standards in der Bauplanung oder auch das erste Solardachkataster Deutschlands sorgen für einen gesteigerten Klima- und Ressourcenschutz. Eine weitere Besonderheit, die an der Politik häufig kritisiert wird, wurde hier bewusst fokussiert: Transparenz. Anhand eines Indikatorenkatalogs kann die Umsetzung der gesetzten Ziele von Bürger*innen und der Verwaltung überprüft und nachverfolgt werden. 

Weiter geht es mit der Kategorie Mittelstadt: Siegerin war in diesem Jahr Aschaffenburg. Man könnte sie schon als „alten Hasen“ in Sachen Nachhaltigkeit bezeichnen. Die Stadt hat in der Vergangenheit immer wieder mit Projekten wie der Revitalisierung von Streuobstwiesen gezeigt, dass Nachhaltigkeit hier eine wichtige Rolle spielt. Auch das Biomasseheizkraftwerk in der Altstadt, das den Umstieg in eine Wärmeversorgung auf regenerative Energieträger vorantreiben soll, ist eines solcher Projekte.

Aschaffenburg verfolgt seit Mitte der 90er Jahre mit dem Agenda21-Prozess einen Ansatz, der wie in Osnabrück ganz auf Partizipation ausgerichtet ist. In Sachen Handel wird in Aschaffenburg Fairtrade betrieben: Es wird ein großer Wert auf soziale Gerechtigkeit sowie auf bewussten Konsum gelegt. 

Die dritte Stadt im Bunde ist Bad Berleburg – auch bekannt als „Stadt der Dörfer“ in NRW. Die Kleinstadt hat in der Vergangenheit ein Handlungsprogramm aufgestellt, das Nachhaltigkeit stark in den Fokus rückt sowie dem steigenden demografischen Wandel begegnet. „Bad Berleburg 20030“ enthält Projekte wie ein „Standort-Patennetz“ zur Fachkräftebindung sowie die Transformation einer Industriebrache hin zu einem neuen Dorfkern samt Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus. Auch auf den Tierschutz wird geachtet: Die vorangetriebene Auswilderung von Wisenten gilt als bundesweit einzigartiges Projekt.

Die Preisträger erhalten eine Fördersumme von jeweils 30.000 Euro für Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung von der Allianz Umweltstiftung. Der Preis ist Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement und würdigt besondere Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. fördert dabei gemeinsam mit der Bundesregierung innovative Akteur*innen und Ideen.

Natürlich zeichnen sich auch andere deutsche Städte durch nachhaltige Projekte aus. Mehr zum Preis und der Stiftung sowie weiteren Nominierungen findet ihr hier.

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Fotos © Janin Arntzen | Pixabay | Stadt Bad Berleburg

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