BAUBRANCHE KÄMPFT MIT STEIGENDEN MATERIALKOSTEN UND KNAPPEN RESSOURCEN

Das weniger Baumaterial verfügbar ist, bestätigt auch eine Umfrage des ifo Instituts München. Es befragt monatlich etwa 1000 Unternehmen des Bauhauptgewebes und bietet gute Vergleichswerte aus der Zeit vor der Pandemie. In ihren Antworten geben die befragten Unternehmen regelmäßig darüber Auskunft, ob ihre Produktion behindert wurde, unter anderem durch Materialknappheit. Seit 1991 berichteten selbst in Hochphasen der Baukonjunktur nur bis zu 6,5% der befragten Unternehmen über eine entsprechende Marktknappheit. Im April 2021 meldete dagegen jedes fünfte befragte Bauunternehmen (18,6 %), dass seine Produktion durch Materialknappheit beeinträchtigt werde. In einzelnen Sparten (Wohnungsbau und gewerblicher Hochbau) waren es bis zu 25%.

Holzpreise explodieren

Besonders deutlich wird das aktuelle Problem auf dem Holzmarkt und bei den holzverarbeitenden Betrieben. Die Preise für z. B Dachlatten haben sich in den letzten Wochen verdoppelt und je nach Holzart sogar verdreifacht. Weil die globalen Lieferketten weiterhin stocken und vor allem die Nachfrage aus Asien nicht abnehmen wird, ist hier auch keine kurzfristige Entspannung in Sicht. Besonders problematisch wird dies für kleine und mittelständische Unternehmen, die keine großen Holzvorräte lagern können und gleichzeitig langfristige Verträge erfüllen müssen. In einem solchen Rahmen ist es nicht möglich die aktuellen Preise einfach an die Kund:innen weiterzugeben. Wer sich die aktuellen Preise finanzieren kann, muss sich trotzdem auf lange Lieferzeiten einstellen. Dabei ist die Auftragslage eigentlich sehr gut. Die Auslastung der Handwerker:innen ist durch die Corona-Pandemie gestiegen, weil viele Menschen die Zeit genutzt haben um in ihr Haus oder den Garten zu investieren.

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