ERSTES KRANKENHAUS IN PASSIVBAUWEISE

Reduzierung der Ressourcen: Entworfen von den Architekten wörnertraxlerrichter Planungsgesellschaft mbh entsteht in Frankfurt Höchst derzeit das weltweit erste Krankenhaus in Passivhausbauweise, das auch als solches zertifiziert werden soll. Verteilt auf sechs Geschosse entstehen auf einer Bruttogesamtfläche von 78.900 m2 zehn Operationssäle, ein so genannter Hybrid-Operationssaal, 40 Plätze für den Aufenthalt von Patienten der Tagesklinik und Platz für die stationäre Aufnahme von rund 670 Patienten sowie ein Helikopterlandeplatz.

„Reduzierung der Ressourcen“ lautet das Stichwort für den Neubau des Klinikums. Keine leichte Aufgabe, denn aufgrund des 24-Stunden-Betriebs und der besonderen technischen und hygienischen Anforderungen eines Krankenhauses ist der Energieverbrauch dort besonders hoch. Nicht nur die Kosten für den Energiebedarf der Heiz- und Kühlanlagen sowie der Beleuchtung sind bei der Konzeption zu berücksichtigen, sondern die vollständige technische Gebäudeausstattung. Die Forscher vom Passivhaus Institut begleiten das Projekt von Anfang an: „Wird die Gebäudeausstattung nicht betrachtet, entgeht den Planern rund die Hälfte des gesamten Energiebedarfs der Klinik. Gleichzeitig sparen effiziente Geräte Energie ein und verringern den Kühlbedarf“, so Oliver Kah vom Institut.

Die Baukosten betragen rund 240 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt anteilig mit rund 180 Millionen Euro von der Stadt Frankfurt und mit etwa 60 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für die erste Jahreshälfte 2019 geplant. Ein anschließendes Monitoring könnte verlässliche Werte liefern, die den Bau weiterer Kliniken im Passivhausstil ermöglicht.


Bild © ZENTRALE ERRICHTUNGSGESELLSCHAFT

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