BERLIN: WOHNUNGSMARKT ZIEHT WEITER AN

Der langjährige Trend setzt sich weiter fort: Auch 2017 war noch lange kein Ende des Preisanstiegs bei Miet- und Kaufpreisen in Berlin in Sicht. Ein Lichtblick: Das Neubaugeschehen, das in den letzten Jahren vor allem durch den Bau von Eigentumswohnungen dominiert wurde, findet nun auch im Mietwohnungsbau statt. Dies war ein Ergebnis des jährlich erscheinenden Wohnungsmarktreports Berlin.

Es befinden sich nun deutlich mehr Miet- als Eigentumswohnungen in Bau: Von den 35.000 geplanten Einheiten sind mehr als die Hälfte der Objekte als Mietwohnungen konzipiert. Faktisch gesehen eigentlich noch viel mehr – viele Käufer der Eigentumswohnungen werden diese als Anlage nutzen und zukünftig weiter vermieten.

Die Hälfte der geplanten Wohnungen entsteht in den Bezirken Mitte, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg: Der Boom der Objekte in der Innenstadt nimmt aufgrund der guten Lage und der optimalen Verwertungsmöglichkeiten kein Ende. Dieser Trend zeigt sich auch deutlich in den Preisanstiegen: Bei den Mietwohnungen ergab sich eine durchschnittliche Steigerung von 8,8%, das entspricht 9,79€ pro Quadratmeter. Hierbei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen – am Stadtrand waren die Mieten viel günstiger, aber auch hier blieb der Anstieg nicht aus.

Auch im Eigentumswohnungssektor finden sich Preisanstiege von zum Teil 25%. Insgesamt fällt auf, dass vor allem die Verknappung des Angebots zu den erhöhten Preisen führt: Die Zahl inserierter Eigentumswohnungen sank 2017 um 12,5%. Diese Entwicklung gestaltete sich beim Markt für Mehrfamilienhäuser als noch drastischer – aufgrund des sinkenden Angebots stiegen hier die Preise um 16,4%, dabei bestand auch wieder ein deutlicher Zusammenhang mit der Zentralität der Objekte.

Der Report identifizierte auch eine zunehmende Aktivität städtischer Unternehmen im Neubau. Insgesamt erhöhten sich auch die Baufertigstellungen kontinuierlich im Vergleich zu den Vorjahren, Berlin bildet jedoch gemeinsam mit Köln immer noch das Schlusslicht.

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Foto Credit © Flo Karr

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