YOUNG TALENT ARCHITECTURE AWARD 2018 – ZWEI DEUTSCHE BEITRÄGE UNTER DEN FINALISTEN

Initiator des Awards ist die renommierte Mies van der Rohe Stiftung – in Zusammenarbeit mit Creative Europe, Architects Council of Europe (ACE) und der European Association for Architectural Education (EAAE). Das Netzwerk World Architects ist Gründungspartner. Gesponsert wird der Award von Jansen und Jansen und USM.

In diesem Jahr haben sich 334 Projekte und insgesamt 451 Studenten aus 99 Städten beworben. Darunter sind auch Beiträge aus China und Korea, die in diesem Jahr als Gastländer mitwirken

Pünktlich zur Architekturbiennale in Venedig wurde im Rahmen einer Ausstellungseröffnung die „shortlist“ vorgestellt. Dafür hat die Jury insgesamt 28 Projekte ausgewählt, die alle für die Dauer der Biennale ein Teil der Ausstellung bleiben. Zusätzlich ist eine ausgedehnte Wanderausstellung durch die teilnehmenden Universitäten und Länder geplant.

Die Jury:

Salomon Frausto, Director of Studies at the Berlage, Delft (Chairman)

Martina Baue, Architect, Senior Associate at Barkow Leibinger, Berlin

Ana Betancour, Researcher, Professor and Rector at UMA School of Architecture, Umeå

Matilde Cassani, Architect on the border between architecture, installation and event design, Milan

Rainer Mahlamäki, Architect Founder of Lahdelma & Mahlamäki Architects, Helsinki

Vor wenigen Tagen hat die Jury nun die 12 endgültigen Finalisten bekanntgegeben. Diese Beiträge haben nun die Chance auf 5000 Euro Preisgeld, ein Diplom, ein Profil auf World-Architects.com, USM-Möbel zur Ausstattung des eigenen Büros und natürlich eine Menge Aufmerksamkeit und Kontakte. Insgesamt werden vier Projekte prämiert. Unter den 12 Finalisten sind auch drei Talente aus Deutschland: Hendrik Brinkmann von der Universität der Künste in Berlin und das Duo Sina Pauline Riedlinger/Franziska Käuferle von der Technischen Universität Berlin.

Gegenstand der Arbeit von Hendrik Brinkmann ist die Berliner Bauakademie. Das Gebäude der Bauakademie ist Mittelpunkt eines jahrelangen Diskurses innerhalb der Hauptstadt und wurde 1832 von Karl Friedrich Schenkel erbaut. Das Gebäude wurde später im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und 1962 von der SED endgültig entfernt bzw. durch einen anderen Bau ersetzt. Nach der Wiedervereinigung wurde das DDR-Vermächtnis aber wieder abgerissen. Bis heute steht das Grundstück leer. Der Beitrag von Hendrik Brinkmann ist eine Vision für einen potentiellen Neubau der Bauakademie, der Vergangenheit und Zukunft in sich vereint. Mehr Informationen gibt es hier.

Vorstellungsvideo Hendrik Brinkmann:

Der zweite Beitrag aus Deutschland und Berlin kommt von Sina Pauline Riedlinger und Franziska Käuferle. Gemeinsam haben die beiden Absolventinnen einen Entwurf für den Anbau bzw. Ausbau einer Keramikfabrik in Velten, Brandenburg, eingereicht. Die kleine Stadt Velten war im 19. Jahrhundert der Mittelpunkt der europäischen Keramik- und Tonindustrie. Heute beheimatet das Städtchen noch genau ein dementsprechendes Unternehmen. B.O.S. Keramik Velten ist ein Familienunternehmen und profitiert aktuell von dem weltweiten Keramik-Revival – darum soll zeitnah expandiert werden. Das Ziel der beiden Planerinnen ist darum ein Gebäude, dass für die Familie identitätsstiftend ist, die historischen Elemente der vergangenen Blütezeit aufgreift und die hohe Qualität des Traditionsunternehmen bzw. der allgemeinen Handwerkskunst verkörpert. Alle Details zu dem Vorhaben findest du hier.

Vorstellungsvideo Sina Pauline Riedlinger und Franziska Käuferle:

Die vier Gewinner werden am 28. Juni bekanntgegeben und im Rahmen einer Preisverleihung am 20.September, zum Abschluss der Architekturbiennale, in Venedig ausgezeichnet. Eine Übersicht aller Finalisten und mehr Informationen zum Award gibt es hier.

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