NOWOROSSIJK: WIEDERBELEBUNG AN DER SCHWARZMEERKÜSTE

Einer der größten Schifffahrtshäfen Russlands soll bald in ein neues Gewand gehüllt werden: Zaha Hadid Architects hat den Wettbewerb für den Admiral Serebryakov Embankment Masterplan gewonnen. Das Londoner Büro konnte sich dabei gegen 40 andere Teams aus drei Ländern durchsetzen.

Die Industriestadt verbindet Russland mit dem Mittelmeer, dem atlantischen Ozean sowie dem Suez-Kanal und bietet direkte Anbindungen an das Eisenbahn- und Autobahnnetz des Landes. Der Masterplan ist gemeinsam mit dem russischen Studio Pride TPO entstanden und hat sich dazu verschrieben, neuen öffentlichen Raum sowie Annehmlichkeiten für seine Besucher in die maritime Geschichte und Tradition der Stadt zu integrieren.

Der Fokus des Projekts: Die Neuerfindung der Uferpromenade als wichtigem zivilem Raum der Stadt. Es soll dabei ein lebendiges, für alle zugängliches Gebiet entlang der Tsemes-Bucht für Bewohner und Touristen entstehen. Geplant sind ein neuer Fischerei- und Yachthafen sowie ein Pier, um das maritime Erbe der Stadt zu reaktivieren und den Zugang zur Küste von der Stadt aus zu ermöglichen. Auf fast 14 Hektar werden Flächen für Freizeit-, Kultur- und Unternehmensnutzung sowie auch ein Hotel entstehen, die außerdem ökologisch wertvoll gestaltet werden sollen.

Der Plan sieht dabei die Errichtung von neun Hauptgebäuden in einem futuristischen Design vor, die senkrecht zur Meerseite ausgerichtet sein werden – man will den vorhandenen Meerblick von der Stadt aus beibehalten. Der Zugang für Fahrzeuge in dem Gebiet soll eingeschränkt werden – der Grund: Es sollen zu fast jeder Zeit im Jahr Möglichkeiten für Freizeit, Sport und Erholung im Freien am subtropischen Klima an der Küste geschaffen werden.

Um die Form der Hauptgebäude des Standortes zu entwickeln, wandte das Designteam das Konzept des „Instancing“ an, bei dem sich neun Iterationen einer einzelnen Form in einem Gefälle über den Standort entwickeln. Es wurde ein digitales Berechnungsmodell entwickelt, das als städtebauliches Planungsinstrument dient und viele verschiedene programmatische, ökologische und sozioökonomische Bedingungen analysiert, um die neuen Gebäude innerhalb des Plans zu definieren. Es berücksichtigt Komponenten wie das Programm der Gebäude, dessen Orientierung, Umgebung, Höhe und Volumen. Es   ermöglicht den Beteiligten, den funktionalen, wirtschaftlichen und anderen Fluktuationen Rechnung zu tragen, die jede neue Phase der Entwicklung beeinflussen und gleichzeitig die architektonische Vision beibehalten.

Der Baustart der ersten Phase ist für die zweite Hälfte des kommenden Jahres angesetzt.

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Renderings ©  Zaha Hadid Architects

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