IDEE DER WOCHE: GESCHICHTSTRÄCHTIGE LAMPEN IN MANCHESTER

Ein wenig Domestizität in den öffentlichen Raum einbringen – warum nicht? Das dachte sich das in London ansässige Studio Acrylicize und entwarf fünf übergroße, verspielte Lampen, die nun der Innenstadt von Manchester als Möbel und Beleuchtung dienen – und ein bisschen das Gefühl von Alice im Wunderland erzeugt.

Die „Manchester lamps“ zelebrieren die reiche und blühende Innovationsgeschichte der Stadt. Jede einzelne der fünf Lampen spiegelt dabei eine eigene unverwechselbare Periode sowie einen anderen, passenden Stil wider – von Art Deco über viktorianisch bis hin zu zeitgenössisch. Die öffentlichen Installationen haben zum Ziel, den Fußgängern in Manchester einen einzigartigen und innovativen Treffpunkt zu bieten, den man so noch nicht aus anderen Städten kennt – darüber hinaus möchten die Architekten unterhaltsam über die Geschichte der Stadt informieren: Es werden verschiedenste Meilensteine der Stadthistorie in die Schattierungen der Lampen eingewoben, wie Rutherfords Spaltung des ersten Atoms an der Universität Manchester oder auch der weltberühmte Enigma-Code von Alan Turing, eingraviert auf dem grünen Baldachin der überdimensionierten Schreibtischlampe eines Bankers.

Eine Reihe von Grafiken und Schildern, die zusammen einen abstrakten Stadtplan bilden, locken die Fußgänger auf den neu bestückten, öffentlich zugänglichen Platz im Zentrum von Manchester. Einige der Lampen projizieren ihre grafischen Muster auf die umgebende Wand, eine andere feiert die älteste Bibliothek Großbritanniens, die ebenfalls in der Universität untergebracht ist – ihre Oberfläche ist mit Buchseiten und Füllerdesigns bedeckt.

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Fotos © Acrylicize

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