DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM ZEIGT VIELFÄLTIGE BAUKUNST IN TIFLIS

Vor 200 Jahren wurde sie neu gegründet und erstrahlt heute in neuem Glanz: Georgiens Hauptstadt Tiflis wird mit ihrer schmuckvollen Altstadt und großen Vielfältigkeit ein immer beliebteres Reiseziel. Oft als Schmelztiegel der Architekturstile beschrieben, zeigt das Deutsche Architekturmuseum nun bis Mitte Januar mit der Ausstellung „Hybrid Tbilisi“ Einblicke in die kaukasische Stadt, die seit ihrer Gründung schon unfassbare 20 Mal zerstört wurde. Anlass der Ausstellung ist Georgiens Präsenz als „Ehrengast“ auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Das letzte Mal waren es die Perser, die Tiflis völlig in Schutt und Asche legten. Seitdem wurde die Stadt neu aufgebaut, die stalininschen Klassizismus mit verfallenen Palästen aus vergangener Zeit und Verwaltungsbauten europäischer Architekten vereint. „Hybrid Tbilisi“ beleuchtet die unterschiedlichen Schichten der widersprüchlichen Metropole, die gar nicht so leicht zu durchdringen sind: Neben verfallenen und immer noch nicht wiederaufgebauten Häusern findet man prunkvolle Prachtbauten und moderne Landmark-Gebäude.

Die Stadt befindet sich in einer bedeutenden Phase der Transformation, sie bringt Kulturen zwischen Orient und Okzident und unterschiedliche Religionen in Einklang. Mittelalterliche Kirchen, orientalisch geprägte Altstadtgässchen und historische Viertel treffen hier aufeinander – man kann hier Gebäude in jedem Baustil der letzten 150 Jahre finden.

Tiflis macht einerseits mit seiner Stadtentwicklung, andererseits mit seinem wilden Nachtleben auf sich aufmerksam. Anhand von vielen Fotos und Texten illustriert, gewinnen die Besucher Einblicke in die abwechslungsreiche und lebensfrohe Stadt, die in Zukunft immer mehr aufblühen wird.

Die Historie, die durch ein wildes Durcheinander und viele Veränderungen geprägt ist sowie das aktuell rasante Bauen, beeindruckt. Beispielsweise realisierte der Berliner Architekt Jürgen Mayer H. 13 Großprojekte in nur sieben Jahren – vom Flughaften über eine Polizeistation bis zu Märkten für Kunsthandwerk und Ausstellungsräume der Kultur – nur ein Beispiel von vielen.

Bis zum 13. Januar 2019 sind noch die Betrachtungen zur Architektur in Georgien im DAM in Frankfurt zu sehen.

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Fotos © Moritz Bernoully

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