HAFENCITY: WETTBEWERB ENTSCHIEDEN

Die Hamburger Hafencity ist nicht nur wegen ihrer eindrucksvollen Großprojekte wie der Elbphilharmonie von Herzog & de Meuron oder auch das auffällige Büro-Hochhaus des Spiegel von Henning Larsen bekannt. Doch auch kleinere Bauten ergänzen das 157 ha große Areal – sie sind wichtig für die soziale und urbane Stadtentwicklung. Aus diesem Grund wurde im November letzten Jahres der Wettbewerb „Juwelen der Architektur formen!“ ausgerufen, bei dem Entwürfe für drei Gemeinschaftshäuser gesucht wurden, die auf den Flächen dreier Parkanlagen in der Hafencity entstehen sollen – Gaasbrookpark, Lohsepark und Baakenpark, die zwischen 2013 und 2018 errichtet wurden. Insgesamt 70 Beiträge wurden eingereicht, je ein Entwurf pro Park. Bauten mit einer Größe von 120 bis 580 msollen die Parks durch eine vielfältige Mischnutzung ergänzen. Die Gewinnerentwürfe sehen ein- bis zweigeschossige Gemeinschaftsgebäude vor, die Vielfalt unter einem Dach vereinen wollen – es wurde bei dem Wettbewerb ein dichtes Raumprogramm gefordert, unter anderem bestehend aus Büros, Café, Mehrzweckräumen, Werkstätten, Lagerflächen.

Die Jury unter Vorsitz von Günther Vogt aus Zürich hat nun entschieden, wer die jeweils drei Gewinner pro Parkanlage sind: Für die Standorte Baakenpark und Grasbrookpark konnten die Architekten von der ARGE Hoffmann, Schlüter, Zeh die Jury gleich zweimal überzeugen, sie räumten je den ersten Platz ab, beim Lohsepark sogar auch noch den zweiten. Der Jury hat der Optimismus gefallen, den die Entwürfe ausstrahlen, sie seien kraftvoll und wirkten wie eigenständige Figuren im Park.

Auch rethmeierschlaich architekten aus Köln konnten drei Mal überzeugen, einmal sogar mit dem ersten Platz: Ihr Entwurf gewann in der Kategorie Lohsepark. Die Jury schätzte die Einzigartigkeit ihrer Gebäudetypen, die sich vor allem durch drei- bis viergeschossige Aussichtstürmen, die aus kompakten Bauten ragen und Verspieltheit auszeichneten.

Auch WERK Arkitekter aus Kopenhagen gingen nicht leer aus: Sie wurden dreimal mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Durch alle drei ihrer Entwürfe zog sich wie ein roter Faden eine kreisförmige Grundrissfigur.

Im nächsten Jahr soll mit dem Bau der drei Häuser begonnen werden. Zuvor soll noch eine Workshop-Reihe mit der Bauherrin HafenCity Hamburg GmbH gemeinsam mit weiteren beteiligten Akteuren durchgeführt werden, die sich mit dem Betrieb und Quartiersmanagement der drei Häuser beschäftigt.

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Renderings © rethmeierschlaich_architekten | ARGE_Hoffmann_Schlüter_Zeh

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