NORDIRLAND: SPEKTAKULÄRE TRANSFORMATION DES FOYLE-UFERS IN LONDONDERRY

© Eden Project/ Grimshaw Architects

Am Flussufer der Stadt Londonderry in Nordirland entsteht bald eine neue kulturelle und ökologische Touristenattraktion. In den kommenden 18 Monaten wird der Startschuss für den Baubeginn fallen und eine bedeutsame Stätte für Kulturtourismus und ein Begegnungsort für die städtische Gemeinschaft geschaffen werden.

Ein 100 Hektar großes Gelände von der Doyle-Brücke in Richtung Culmore Point soll durch umgrenzte Gärten, Wege zwischen Baumwipfeln, schwimmende Stege, ein Wassersportzenrum sowie Spielplätze belebt werden. Insgesamt werden dazu 2,5 Kilometer des Flussufers transformiert. Eine Besonderheit des Projekts ist es, dass es Besuchern den Zugang zu bislang unzugänglichem Gebiet am Fluss ermöglicht. Daneben werden die Siedlungen Boom Hall und Brook Hall miteinander verbunden.

Eigentümerin des Projekts ist die Wohltätigkeitsorganisation Foyle River Gardens, die einen ehrgeizigen Plan zur Umgestaltung des Ufers des Foyle entwickelt hat. In Kooperation mit der Umwelt- und Bildungsorganisation Eden Project wird nun weiter daran gearbeitet. Eamonn Deane, Vorsitzender der Wohltätigkeitsorganisation Foyle River Gardens, betont, dass das Projekt ein Netzwerk von lokalen Partnern und Unterstützern aus Universitäten, Unternehmen, gesetzlichen und sozialen Organisationen zusammenbringt, um Fragen zu behandeln, die jeden von uns betreffen.

© Eden Project/ Grimshaw Architects

Das Herzstück des Projekts ist ein spektakuläres, neolithisches Gebäude, das mit einem Netz aus Gehwegen verbunden ist. Im Inneren entstehen Veranstaltungsflächen und eine Bühne sowie Spielflächen für Groß und Klein. Ein Highlight ist zudem das große begehbare Dach, von dem aus über Seilzüge die Wege am Boden erreichbar sind. Das bietet den Besuchern eine sportliche Aktivität mit besonderem Nervenkitzel und macht das Projekt einzigartig. Eine weitere Besonderheit ist auch die insgesamt Baustruktur des Projekts. Diese fügt sich in die Bäume drum herum ein und lässt sich durch den Wald inspirieren. In diesem Rahmen ist eine Holz- und Strohdachkonstruktion geplant, die nach dem Motto „leicht, effizient und kohlenstoffarm“ den Nachhaltigkeitsaspekt des Projekts unterstreicht.

Ein Projekt von der Gemeinde für die Gemeinde

Doch natürlich stehen nicht nur die Nachhaltigkeit und kulturellen Gesichtspunkte im Fokus. Das Projekt soll auch die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklungen der Stadt ankurbeln. Dazu zählt beispielsweise die Schaffung von 170 Arbeitsplätzen direkt vor Ort und innerhalb der regionalen Versorgungskette. Über 2000 weitere entstehen durch externe Partner des neuen urbanen Begegnungsorts. Man erwartet dabei Einkünfte von über 62 Millionen Pfund pro Jahr. Es ist ein Projekt von der Gemeinde für die Gemeinde. Die Entwürfe werden eng in Absprache mit der lokalen Gemeinde weiterentwickelt.

Die Eröffnung ist für 2023 geplant. Das Projekt soll etwa 67 Millionen Pfund kosten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit den Foyle River Gardens bei der Schaffung des Eden Project Foyle und glauben fest an seine transformative Fähigkeit, Besucher in den Nordwesten zu locken und ein weltweites Muss zu werden.“
– Sir Tim Smit, Mitbegründer des Eden-Projekts

© Eden Project/Grimshaw Architects

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