MOBILITY NEWS

© Bernhard Filser

Neuauflage für den Mini Cooper SE

Der Mini Cooper ist Kult und begeistert seine treue Anhängerschaft bereits seit über 60 Jahren. Als vollelektrischer Mini Cooper SE wurde der wendige Flitzer für die verbrennerfreie Zukunft neu aufgelegt und verspricht emissionsfreien Fahrspaß im klassischen Retro-Design. Ausgestattet mit 184 PS beschleunigt der Stromer in 7,3 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Der integrierte Elektromotor leistet 135 kW und wird von einer 32,6-kWh-Batterie mit Energie versorgt. Die Kraftübertragung erfolgt dabei über ein einstufiges Automatikgetriebe. Einmal vollgeladen, beträgt die maximale Reichweite laut Hersteller 234 Kilometer. Der Ladevorgang selbst funktioniert vergleichsweise flink: Am 50-kW-Lader sollen 80 % in 35 Minuten und 100 % in weniger als 90 Minuten erreicht sein, an der Wallbox beziffert das britische Unternehmen die Ladezeit auf rund 4,2 Stunden. Nach einem starken Verkaufsstart bekam der Dreitürer in diesem Jahr ein Facelift spendiert und wartet im Innenraum sowie im Cockpit mit frischen Akzenten, neuen Komfort-Optionen, einer modernen Lichtinszenierung und einem überarbeiteten Bediensystem auf. Neu sind auch die optionalen „Multitone-Roofs“ die jedes Fahrzeug in ein Unikat verwandeln. In einem Nass-in-Nass-Lackierverfahren werden dafür drei Farbtöne nacheinander aufgetragen und so Dächer mit individuellem Farbverlauf realisiert. Unabhängig davon ist der elektrische Mini ab sofort in neuen Karosseriefarben erhältlich. Hinzu kommen zudem fünf neue Leichtmetallräder-Varianten. Die Neuauflage des elektrischen Mini Cooper SE startet in Deutschland zu Listenpreisen ab 32.500 €.


© Bosch

Neue Schaltzentrale von Bosch für E-Bikes

Die Akkus und Antriebssysteme von Bosch gelten bei E-Bikes seit Jahren als Goldstandard. Mit einer neuen Systemgeneration will das deutsche Traditionsunternehmen nun den nächsten Schritt und das E-Bike fit für die digitale Zukunft machen. Bei der Hardware ändert sich darum vergleichsweise wenig. Zwar präsentierte Bosch mit dem PowerTube 750 auch einen neuen Akku, der insgesamt eine gesteigerte Reichweite und verbesserte Ladezeiten verspricht, doch das Hauptaugenmerk liegt auf einer neuen App, die zur Schaltzentrale für das digitale E-Bike-Erlebnis werden soll. Konkret wird die App u. a. Over-the-Air-Updates ermöglichen. So können die Kund:innen kommende Updates und neue Funktionen für Akku, Motor oder Display über das Smartphone direkt selbst aufspielen und müssen dafür nicht mehr den Fachhandel oder eine Vertragswerkstatt aufsuchen. Weiterhin ermöglicht die ebike Flow App das Einbinden von Fitness- und Tracking-Apps wie Apple Health und bietet den Nutzer:innen die Möglichkeit, die verschiedenen Fahrmodi individuell anzupassen. Auch die maximale Geschwindigkeit zur Unterstützung und die Dynamik können ab sofort über die App eingestellt werden. Beim Fahren fungiert künftig ein überarbeitetes Bedienfeld direkt am Lenker als Schnittstelle zur App und zum Antrieb. Hier bekommen Fahrer:innen auf einen Blick u. a. visuelles Feedback zum Akkustand und zur Unterstützungsstufe.


© ubitricity

Die leuchtende Ladesäule

Das auf dem Berliner EUREF-Campus ansässige Start-up ubitricity (zusammengesetzt aus „ubiquitous“ und „electricity“), das bereits 2008 von den Juristen Knut Hechtfischer und Frank Pawlitschek gegründet wurde, verfolgt einen gleichermaßen innovativen wie simplen Ansatz: Straßenlaternen, also ubiquitär verfügbare Stromquellen, werden mit Steckdosen ausgestattet, um auch „Straßenparkern“ uneingeschränkten Zugang zur Ladeinfrastruktur zu gewährleisten. Vorteilhaft ist nicht nur die gute Erreichbarkeit, sondern auch die günstige Herstellung: Während eine herkömmliche Ladesäule rund 15.000 € kostet und Schnellladestellen sogar im sechsstelligen Bereich liegen, werden für die Aufrüstung einer seit Jahren an Ort und Stelle stehenden Straßenlaterne höchstens 1.000 € fällig. Der Aufrüstungsprozess dauert zudem nicht länger als etwa eine halbe Stunde. Die ubitricity-Lösung punktet mit doppelter Effizienz – sie ist kostengünstig und einfach umsetzbar. Für die Transformation vom klassischen Leuchtmittel zur praktischen Ladesäule braucht es nur die Installation eines kleinen Zusatzes. Zudem weist ein kleiner leuchtender Punkt im oberen Säulenbereich bereits aus der Ferne den Belegungsstatus aus.


© Plomp & UNStudio

Erst die Knoten machen das Netz

Hardt Hyperloop lässt die Vision des reibungslosen Verkehrs greifbar erscheinen. Das niederländische Start-up entwickelt derzeit eine umfassende Technologie für ein extensives Netzwerk von Hyperloops, das neben technischen Transportlösungen auch Studien zu den Hubs, den neuen (Umsteige-)Stationen berücksichtigt. Die Entwicklung des Hyperloop Switch ermöglicht diese Vernetzung. Durch laterale Magnetfelder kann die Transportkapsel ohne Geschwindigkeitsverlust die Spuren wechseln, wodurch die Verbindung zu einem weiträumigen Röhrennetzwerk ermöglicht wird. Die Kapseln werden mit einem System aus Dauer- und Elektromagneten in der Schwebe gehalten und in Schwung gebracht, so können sie sich energiesparend und fast reibungslos in den nahezu luftleeren Röhren bewegen.

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