Reshape

Bereits vor 20 Jahren entstand die Idee zum autoverkehrsfreien Kö-Bogen in der Düsseldorfer Innenstadt. Neue Gebäude und große Plätze vermitteln nun ein offenes, freies Gefühl und schaffen eine direkte Verbindung zu den umliegenden Grünflächen. Mit der Idee für den Kö-Bogen II gewinnt die Stadt ein weiteres architektonisches Highlight, das die zurzeit ungenutzte Fläche mit neuem Leben füllen wird. Den städtebaulichen Wettbewerb konnte das deutsche Architekturbüro ingenhoven architects mit seiner Idee für sich gewinnen. Der Baustart soll im Herbst 2015 erfolgen und die gesamte Bebauung bis 2017 beendet sein.

Das Konzept von ingenhoven architects sieht vor, am Jan- Wellem-Platz einen barrierefrei erreichbaren Bereich mit neuer Qualität zu schaffen, der die Düsseldorfer Königsallee an den Hofgarten anbindet und die bisher geteilte Schadowstraße zusammenführt. An dieser Stelle wurde bereits damit begonnen, die Straßen und Gleise des ehemaligen Verkehrsknotenpunktes unter die Erde zu verlagern.

Die beiden geplanten Gebäude mit den schräg abfallenden Fassaden, die ebenso wie die Dächer begrünt sind, bilden den Mittelpunkt des neu gestalteten Kö-Bogens II. Die Bauten heben sich durch ihre eckige Geometrie von der nebenstehenden Architektur ab, gehen aber dennoch eine enge Verbindung mit ihrer Umgebung und den bestehenden Gebäuden ein. Der Blick auf das Denkmalensemble Dreischeiben- und Schauspielhaus bleibt frei und schafft so neue Offenheit auf dem Platz. Die entstehende Talachse lässt den existierenden Blickbeziehungen großzügigen Freiraum.

Inspiriert vom begrünten Pavillon am Lincoln Center in New York City entwarfen die Architekten eine dreieckige Markt- und Gastronomiehalle mit einer Fläche von insgesamt 750 m², die westlich des Schauspielhauses ihren Platz findet. Auf dem zur zentralen Platzachse geneigten Dach des Gebäudes, das auf Platzniveau ausläuft, ist eine innerstädtische Liegewiese zum Sonnen und Verweilen geplant. Durch die mit maximal 10 m sehr geringe Höhe des Pavillons bleibt auch der Blick auf das dahinter liegende Schauspielhaus frei. Der größere Geschäfts- und Bürobau nimmt mit seinen verschiedenen Höhen Bezug auf die umliegenden Bestandsgebäude. Der treppenartige, bepflanzte Abfall der Fassade schafft eine Verbindung zu den umliegenden Grünanlagen und macht den Komplex dadurch zu einer indirekten Erweiterung des Hofgartens. Die geneigten Gebäudekanten erweitern den Raum optisch und ermöglichen einen großzügigen Sonneneinfall.

Von der davorliegenden Freifläche aus hat man Zugang zum neuen U-Bahnhof, der die bisher überirdisch verlaufende Straßenbahn ersetzen wird. Damit folgen ingenhoven architects mit ihrem Entwurf der planerischen Zielsetzung, einen öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu schaffen.

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