Premiere 2015

Alles neu macht der Mai. Das galt dieses Jahr auch für das polis Magazin. Nach 25 Jahren redaktioneller Beschäftigung mit dem Bereich Urban Development war es an der Zeit, neue Wege zu ge – hen . Am 6. und 7. Mai 2015 feierte die polis Convention, die neue Mes – se für Projekt – und Stadtentwicklung, Premiere in Düsseldorf. In den Alten Schmiedehallen auf dem AREAL BÖHLER versammelte sich erstmalig die landesweite Immobilienwirtschaft inklusive zahlreicher Wirtschaftsf örderer und kommunaler Vertreter.

Professor Dr. Johannes Busmann, Herausgeber und Chefredakteur des polis Magazins, beschäftigte die Idee einer neuen Fachmesse schon seit Längerem: „Unser Magazin thematisiert seit mehr als 20 Jahren Themen rund um das Thema Stadtentwicklung. Im Laufe der Zeit haben wir nicht nur viele interessante Projekte vorgestellt und wachsen sehen – auch unser Netzwerk aus Experten ist immer größer geworden. Eine neue Plattform ins Leben zu rufen, die all diese Fachleute unter einem Dach versammelt, war zugleich Vision und logische Konsequenz nach 25 Jahren redaktioneller Arbeit. Ziel der polis Convention ist es, den aktiven Austausch zwischen all jenen Akteuren zu fördern, die unsere Städte zu funktionierenden, urbanen Räumen entwickeln.“ Diese Vision wurde nach einem Jahr intensiver Planung Realität. Unter dem Motto „Meine Stadt – Deine Stadt“ eröffnete Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr als Schirmherr am 6. Mai 2015 den ersten Messetag der polis Convention.

In seiner Rede betonte er die Wichtigkeit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Immobilienwirtschaft und Kommunen: „In puncto erfolgreicher Stadtentwicklung müssen wir gemeinsam begreifen, dass Nachhaltigkeit keine Sprechblase ist. Das Bekenntnis zu Qualität und Werthaltigkeit ist für beide Seiten unverzichtbar, d. h. für die, die öffentliche Verantwortung tragen, und für die, die wirtschaftlich Rendite-Verantwortung tragen.“ Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel schloss sich den Ausführungen Groscheks an und fügte hinzu, dass er sich freue, mit der polis Convention nun eine Fachmesse im Rheinland beheimatet zu wissen, die als bundesweites Forum jährlich wiederkehrt.

Parallel zur Messe diskutierten die Teilnehmer des von der Architektenkammer NRW als Fortbildung anerkannten Kongresses „Meine Stadt – Deine Stadt“, welche Auswirkungen und Konsequenzen technische Innovationen auf die künftige Stadtentwicklung und immobilienwirtschaftliche Entscheidungen haben werden. Was brauchen wir zum Leben?, Wie dicht wollen wir wohnen und arbeiten? und Wie digital wollen wir leben? waren nur einige Fragen, zu denen 14 Top-Speaker Stellung bezogen.

In den anschließenden Gesprächsrunden wurden diese ausführlicher diskutiert. Insgesamt beteiligten sich 23 Gesprächsteilnehmer verschiedener Unternehmen. Ute Jasper, Rechtsanwältin der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek, mahnte z. B., man dürfe sich nicht nur auf die Privaten und auf den Markt verlassen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es gelte vielmehr, kommunale Wohnungsgesellschaften zu stärken, die Projekte oft zügiger umsetzen. Andreas Gräf, Chef der formart GmbH & Go. KG, wünschte sich mehr Kreativität und weniger Regulierung und auch Hans-Peter Noll, Chef der RAG Montan Immobilien, rief dazu auf, die Bürger stärker in die Prozesse einzubeziehen. Auch abseits des Kongresses nutzten die Messeaussteller und Fachbesucher die Gelegenheit, sich in intensiven Gesprächen auszutauschen. Das grundsätzliche Nachdenken über Konzepte und Geschäftsmodelle war auf der ersten polis Convention eindeutig wichtiger als das Aushandeln von Geschäftsabschlüssen.

„Das Themenfeld ist kleiner als beispielsweise bei der Expo Real. Gerade deswegen hat die polis Convention die Chance, Themen der Stadtentwicklung viel intensiver zu behandeln“, so Tobias Heupke von der Stadt Wolfsburg. Das kleine, laut Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters „fast schon familiäre“ Format kam bei allen Ausstellern und Besuchern gut an. „Hier auf der polis Convention ist es nicht so streng durchgetaktet wie in München. Man bekommt mehr Gelegenheit für freiere, offene re Gespräche“, lobte Timo Haep von Strabag Real Estate die Atmosphäre in den Alten Schmiedehallen. Auch Martin Lietz von der Wirtschaftsförderung Wuppertal befand, in Summe sei die Qualität der Einzelgespräche viel höher gewesen als auf der wesentlich teureren und aufwendigeren Expo Real in München. Initiator Johannes Busmann selbst scheut den Vergleich zu anderen Messen und betont lieber den rheinisch-regionalen Charakter der polis Convention. Dennoch freue er sich über neue Anfragen, die ihn mittlerweile auch aus dem Rhein-Main-Gebiet, Nord- und Ostdeutschland erreichen. „Die Resonanz zur ersten polis Convention war ausgezeichnet. Die Mehrheit der Aussteller, die dieses Jahr Pioniergeist bewiesen und mit uns zusammen Premiere gefeiert haben, denken bereits über ihre Messepräsenz auf der polis Convention 2016 nach – mehr kann ich mir nicht wünschen“, so Johannes Busmann. Der Termin für das kommende Jahr steht bereits fest: Die nächste polis Convention findet am 20. und 21. April 2016 statt.

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