Smart City Düsseldorf

Eines der Projekte, die der digitalen Revolution Vorschub leisten wollen, ist die Smart City Düsseldorf. Sie kam im Auftrag des Vereins Digitale Stadt Düsseldorf e. V., dem größten Netzwerk der Informations- und Kommunikationsbranche, zustande. Viele Ergebnisse, die im Rahmen des Projekts erarbeitet wurden, sind bereits umgesetzt worden.

Die Ziele der Smart City Düsseldorf
Die Smart City Düsseldorf hat vor allem ein Hauptziel: den Alltag der Menschen leichter und komfortabler zu gestalten und verschiedene Prozesse des täglichen Lebens zu beschleunigen. Und das in allen Bereichen: vom Gesundheitswesen über das Einkaufen bis hin zur Mobilität. „Smart City“ fasst demnach alle Aspekte des digitalisierten Stadtlebens zusammen. Die Verknüpfung und damit die Optimierung dieser Bereiche soll zum einen durch intelligente Technologien und zum anderen durch übergreifende Strategien der Städte und verschiedener Unternehmen erreicht werden.

Unternehmen arbeiten gemeinsam am selben Ziel
Das Ziel, Abläufe geschmeidiger zu gestalten, kann nur dann erreicht werden, wenn unterschiedliche Unternehmen mit denselben Interessen an einem Strang ziehen. Innovationen werden nicht mehr nur in den eigenen vier Geschäftswänden aus der Taufe gehoben, sondern durch Zusammenarbeit realisiert. Veranschaulichen lässt sich das an dem Beispiel „Smart Home“. Die drei Unternehmen Versicherung, Wohnungsbaugesellschaft und Technikdienst haben ein Ziel: Das Zuhause soll mit Sensoren ausgestattet werden, die das häusliche Wohnen leichter machen. Allerdings verfolgen sie dieses Ziel jeweils aus unterschiedlichen Gründen.

Die Versicherung will durch das Anbringen von Sensoren wie
Brand-, Glasbruch- oder Bewegungsmeldern Schäden minimieren. Daraus ergibt sich, dass sie günstigere Versicherungsverträge anbieten kann, was sich wiederum auf die Anzahl der abgeschlossenen Verträge auswirkt. Technikanbieter haben das Interesse, dem Kunden eine schnelle Internet- und Telefonverbindung zur Verfügung zu stellen und somit ihre Reichweite auszubauen. Die Wohnungsbaugesellschaft hat ihrerseits ein Interesse daran, dass beides realisiert wird, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenzunternehmen zu haben und ihre Wohnungen besser vermieten zu können. Alles zusammen kommt dem späteren Mieter zugute.

So profitieren die Nutzer
Dass unterschiedliche Unternehmen ihre Dienste zusammenlegen, bedeutet für den Nutzer nicht nur ein rundes Gesamtergebnis, sondern auch weniger Handgriffe und weniger Zeitaufwand. Das Beispiel eines Pilotprojekts macht das deutlich. In diesem sollten die unterschiedlichen Heimkomponenten verschiedener Hersteller in nur einer App gesteuert werden. So wurde eine optimale Harmonisierung und Standardisierung erreicht – der Nutzer muss nicht für jeden Hersteller eine eigene App bedienen, was unübersichtlich und zeitaufwendig ist.

Das neue Stadtbild der „Smart City“
Eine große Veränderung der „Smart City“ wird die Mobilität betreffen. Elektroautos werden die Regel werden, was zum einen den CO2-Ausstoß minimiert und zum anderen das autono- me Fahren ermöglichen wird. Dazu trägt auch die Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration 5G bei, die das „Internet der Dinge“ unterstützen wird. Datenströme werden dann in Echtzeit übertragen, wodurch der Verkehr synchronisiert werden kann und der Fahrer selbst sich nur noch zurücklehnen muss – den Rest macht das Auto. Modellhaft wird dies bereits in Bayern getestet.

Doch auch in Düsseldorf bereitet man sich auf die Zukunft des Elektroautos vor. Das Stichwort lautet hier „Smart Energy“: Die Stadtwerke haben bereits an vielen Stellen, wie beispielsweise in Parkhäusern und an öffentlichen Plätzen, Elektrosäulen zur Verfügung gestellt, an denen das Auto und auch das E-Bike mit einer Tankkarte aufgeladen werden können.

Das Bevölkerungsbild wird sich durch die „Smart City“ ebenfalls verändern. Es wird erwartet, dass die „Landflucht“ relativiert wird, weil die Digitalisierung viele Möglichkeiten bietet, das Leben auf dem Land wieder lebenswerter zu machen.

Veränderung der Kommunikation
Die private Kommunikation durch Social Media ist bereits etabliert. Vermehrt wird Social Media als Kommunikationsmittel mittlerweile aber auch im Geschäftsbereich genutzt. Das erfordert sachverständige Mitarbeiter, die diese Medien angemessen bedienen können. Hier sollten bereits die Hochschulen ansetzen und die Studenten in geeigneter Weise an das Thema heranführen und ausbilden. Einen Ansatz dazu bildet das Netzwerk Digitale Stadt Düsseldorf e. V., das die Voraussetzungen hierfür vollumfänglich integriert hat. Mehr als zehn Hochschulen sind unter den Mitgliedern, die die Studenten über Startprogramme wie den Talent Circle und Traineeprogramme den Direkteinstieg ins digitalisierte Berufsleben ermöglichen.

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