Der Lindenauer Hafen

Von der Vision zur Wirklichkeit
Ursprünglich war das 40 ha große Gelände als Industriehafen und Teil des Karl-Heine-Kanals angedacht, eines 3,3 km langen, künstlichen Wasserlaufs aus der Gründerzeit. Mit seiner Hilfe sollte Leipzig einst über den angedachten Elster-Saale-Kanal an das mitteleuropäische Gewässernetz angeschlossen werden. 1938 begann man mit dem Bau, der jedoch kriegsbedingt nie vollendet wurde. Die heute unter Denkmalschutz stehenden Speichergebäude am Hafen sind Zeugen dieser Zeit. Seither lag die Fläche zwar brach, inspirierte jedoch immer wieder zu vielfältigen Nutzungsideen. Im Jahr 2010 beschloss der Stadtrat schließlich die Entwicklung des Gebiets mit dem Ziel, am Lindenauer Hafen ein vielfältiges Quartier entstehen zu lassen. In der ersten Phase folgte die Erschließung des Geländes mit der Herstellung der bislang fehlenden Wasserverbindung zwischen Hafenbecken und Karl-Heine-Kanal.

Dynamik im Leipziger Westen
Der Lindenauer Hafen liegt nur 4,5 km von der Innenstadt entfernt im Leipziger Westen. Städtebaulich ist dieser Teil der Stadt von einer Vielzahl denkmalgeschützter Industriebauten geprägt. Seit den 1990er-Jahren hat man viele dieser brachliegenden Gebäude, wie beispielsweise die Buntgarnwerke, die Spinnerei oder das Westwerk, sukzessive wiederentdeckt und neuen, zeitgemäßen Nutzungen zugeführt. In den Objekten mischen sich Büros, Ateliers, Wohnflächen und gastronomische Angebote. Diese neue Nutzungsvielfalt der ehemaligen Industriebrachen begünstigte die Entstehung des kreativen, unkomplizierten Lebensgefühls, das den Leipziger Westen kennzeichnet und dem aktuell am stärksten wachsenden Leipziger Stadtteil sein lebendiges, junges Gesicht verleiht. Die Verwirklichung des Lindenauer Hafens als ebenfalls multifunktionales Projekt ist als konsequente Fortsetzung dieser verantwortungsvoll begleiteten Entwicklung des Leipziger Westens zu sehen.

Eine der letzten Wasserlagen
Das neue Stadtquartier entsteht am Ostufer des Hafenbeckens und ist an die Infrastruktur des Stadtteils Lindenau angebunden. Das westliche Ufer zeichnet sich durch seine Naturnähe aus und grenzt unmittelbar an den Biotopraum „Schönauer Lachen“. Mit einer Straßenbahnstation und zwei Buslinien ist der Lindenauer Hafen gut an das Leipziger Verkehrsnetz angeschlossen. So erreicht man in wenigen Minuten Fahrtzeit das Stadtzentrum. Aber nicht nur der öffentliche Nahverkehr schafft vielfältige Verbindungswege: Ab Juli 2015 ist die neue Strecke auch für den Bootsverkehr freigegeben und man gelangt direkt vom Hafen, neben den attraktiven Fuß- und Radwegen entlang der Gewässer, auch auf dem Wasserweg ins Stadtzentrum. Eine begehrte Lage, die sich – trotz der rund 300 km großen und kleinen Flüsse Leipzigs – nicht mehr oft in der Stadt bietet. In jedem Fall wird der Lindenauer Hafen ein weiterer, interessanter Ankerpunkt für die Wasserstadt Leipzig. Sie begeistert nicht zuletzt durch das im Süden entstandene, ehemalige Tagebaugebiet „Leipziger Neuseenland“ jeden, der die aktive Entspannung an oder auf dem Wasser sucht.

Zukunft mit Sorgfalt gestalten
Der Lindenauer Hafen ist der erste flächenhafte Geschossneubau nach der Wende. Bei der Vermarktung des Quartiers steht die verantwortungsvolle Entwicklung des Gebiets in seinen stadträumlichen Zusammenhängen an oberster Stelle. Hierfür sorgt insbesondere die Betreuung des Investoren-Auswahlverfahrens durch die Stadt und die städtische Gesellschaft zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH (LESG): Nicht der Investor mit dem höchsten Preis, sondern der mit dem besten Konzept für das Gesamtgebiet erhält den Zuschlag. Neben der städtebaulichen und architektonischen Qualität hat die Sicherstellung der Nutzungsmischung und Nutzungsvielfalt absolute Priorität. Die dort entstehenden 500 Wohneinheiten umfassen sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen mit unterschiedlichen Grundrisszuschnitten für Singles, Paare und Familien. Für Letztere wird das Quartier mit dem geplanten Neubau einer Kindertagesstätte besonders interessant. Darüber hinaus sind Flächen für Selbstnutzer und Gewerbe fester Bestandteil des multifunktionalen Konzepts des Quartiers.

Mit der nun sicht- und nutzbaren Gewässeranbindung ist das Interesse am Lindenauer Hafen erneut gestiegen. Die attraktive Lage zwischen natürlichem Umfeld und urbanem Leben in Kombination mit der begehrten Wasserlage macht den Lindenauer Hafen mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu einem besonderen Ort in der wachsenden Metropole Leipzig.

LESG Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschliessung, Entwicklung und Sanierung von Bau gebieten mbH

Ansprechpartner
Sebastian Pfeiffer, Projektleiter
Salomonstraße 21, 04103 Leipzig
Tel.: 0341 9927750
E-Mail: info@lesg.de | www.lesg.de

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