MVRDV ENTWIRFT MALL IN SEOUL ALS ECHO

Eine Shoppingmall fällt bekanntlicherweise häufig in die Kategorie der fensterlosen Bauten. Um diesen Umstand nicht einfach nur hinzunehmen entwarf das holländische Architekturbüro MVRDV eine Art Parodie: der neue Entertainment-Komplex im Touristenviertel „Paradise City“ in Seoul, Südkorea, bekommt ein Betonrelief als Fassade, das die Kubaturen und Fenster der umliegenden Gebäude aufgreift und verzerrt. Wie ein fließender Vorhang legt es sich über die beiden Gebäude, der sich an manchen Stellen lüftet und Einblicke gewährt. Dort befinden sich auch die Zugänge für Besucher.

Zwei monolithische, durch ihre Fassade jedoch weich wirkende Gebäude rahmen den insgesamt etwa 9.800 m2 großen Entertainmentkomplex ein, der nur 10 Minuten Fußweg vom Incheon Flughafen entfernt liegt. Er teilt sich in vier Zonen auf: ein Hotel mit Kasino und Tagungsräumen, den Platz mit Gastronomie-, Einzelhandels- und Galerieflächen, ein Spa und einen Unterhaltungsbereich mit Verkaufsflächen und Nachtclub.

Die 3.600 m2 große Einkaufsmall „Sandbox“ wendet sich in ihrer geschwungenen Form dem Kasino zu und bietet den Besuchern direkten Zugang. Geradlinig daneben liegt das Gebäude des Nachtclubs, in dem auf knapp 6.200 m2 auch ein Wasserclub und ein Open-Air-Garten im Obergeschoss untergebracht sind. Ein riesiger goldener Fleck markiert den Eingang zum Nachtclub: der Lichtpunkt bildet einen Kontrast zum dunklen Inneren.

MVRDV haben das spielerisch anmutende Projekt gemeinsam mit Gansam Architects geplant, die auch für die Gestaltung des Masterplans des rund 33 ha großen Areals von „Paradise City“ zuständig sind. Der Bau soll im September 2016 starten und pünktlich zu den Olympischen Winterspielen in Seoul 2018 fertig sein.

Mehr Informationen zum Stadtviertel „Paradise City“ unter
https://www.mvrdv.com/en/projects/paradise-city

Visualisierungen © MVRDV

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