DAS POTENTIAL VON STRASSENKREUZUNGEN

Meist steckt der Teufel im Detail – auch oder vielleicht gerade im Bereich der Stadtplanung. Straßenkreuzungen zum Beispiel – sie können durchaus mehr sein als nur ein Instrument für ordentliche Verkehrsregelung. Das Thema ist relevant, denn mit dem Bevölkerungswachstum in einigen Großstädten wächst auch die Anzahl der Verkehrsteilnehmer: Autos, Fußgänger, Radfahrer.

Die einfachste Lösung für das erhöhte Verkehrsaufkommen wäre ein Ausbau der Straßen. Sie würden breiter und könnten so mehr Verkehr schleusen. Lebenswerter macht das eine Stadt aber nicht. Kreative Überlegungen, die das Straßenbild in Zukunft nicht nur effizienter, sondern eben auch ansprechender machen sollen, gibt es viele. Eine davon ist, gar nichts zu installieren – weder Ampeln noch Zebrastreifen noch Bordsteinkanten: “You’ll never do as good a job as two ­people using body language and eye contact,” sagt Sam Goater, britischer Ingenieur, der beim „Project For Public Spaces“ in New York tätig ist und dort Straßendesign untersucht. Seriös ist diese Vorstellung natürlich nicht.

Tatsächlich wird überlegt, häufiger und vor allem intelligenter Verkehrssensoren einzusetzen, die unter dem Asphalt verlegt werden und elektronische Impulse setzen. Die werden dann weitergeleitet, können Ampeln oder Bahnschranken entsprechend des Verkehrsflusses und weniger statisch regulieren. Das macht besonders an stark frequentierten Kreuzungen Sinn. Oder die Idee der Parklets. Das sind fußgängerfreundlich ausgebaute Parkbuchten direkt an der Straße, die als Rastplatz dienen – kleine Oasen sozusagen, mit Bänken, Stühlen, Pflanzen oder sogar Sandkästen für Kinder sind denkbar. Hier in Deutschland gibt es eine rege Parklets-Bewegung in Stuttgart, wo sich die Initiative „Parklets für Stuttgart“ intensiv für den Ausbau solcher „Retreat-Areas“ einsetzt.

Das Zitat und weitere Ideen für kreatives Straßenkreuzung-Design gibt es in diesem Wired-Artikel.

Hintergrundinformationen zur Parklets-Initiative in Stuttgart sind über folgenden Link abrufbar.


 

Bilder © Mike Lee

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.