MEHR BEWUSSTSEIN FÜR NACHHALTIGKEIT IM BAU – DAS „SCHROTT-HAUS“

Als Teil einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft müssen wir heute Konzepte entwickeln, die diesem Trend entgegenwirken und zu einem nachhaltigerem Leben beitragen. Es geht nicht nur um den Müll, den wir alltäglich produzieren, sondern auch um den Berg an Geröll und Schrott, der beispielsweise beim Bau eines Hauses anfällt.

In San Francisco leistete die Design-Initiative Public Architecture und ein Team aus Freiwilligen schon vor einigen Jahren einen inspirierenden Pionierbeitrag dazu. An einem prominenten Ort in der Stadt, gleich neben dem Rathaus, auf dem Civic Center Plaza, wurde das sogenannte „ScrapHouse“ errichtet. Das temporäre Gebilde wurde als Vorbild und Denkanstoß für die Bau- und alle verwandten Branchen innerhalb von nur sechs Wochen aus nicht mehr genutzten Materialien erbaut. „Recycling“ und „Grünes Bauen“ heißen die Stichworte. Nicht mehr gebrauchte Straßenschilder oder Duschtüren wurden zur Fassade, abgenutzte Feuerwehrschläuche der Feuerwache San Franciscos zur Wandverkleidung und alte Telefonbücher zum Isoliermaterial. Der Boden entstand aus massiven Holztüren einer Schule.

Herausfordernd einerseits, zukunftsorientiert andererseits. Entstanden ist ein einzigartiges Designhaus, welches den Blick und das Bewusstsein für mehr nachhaltiges Bauen schärft.

greenplanetfilms hat einen interessanten Video-Beitrag zum „Scraphouse“ gedreht, der unter diesem Link eingesehen werden kann.

Einen Rundgang durch das Haus gibt es von SmartShootFilms hier zu sehen.


© Cesar Rubio

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