EINE AUSSTELLUNG ÜBER DIE GENETIK VON HOUSTON

Nicht verpassen: Noch bis zum 13. Juli 2017 zeigt das Aedes Architecture Forum in Berlin die Ausstellung Houston: Genetic City.

Landspekulation, Zersiedelung und die Interessen der Industrie treiben das Wachstum von Houston an. Die sich dadurch wandelnden städtischen Typologien stellen die bald drittgrößte Stadt der USA vor neue Herausforderungen. Im Projekt „Houston: Genetic City“ entwickelten Studierende und Lehrende der University of Houston in Zusammenarbeit mit Pritzker-Preisträger Thom Mayne von Morphosis urbane Szenarien, die auf verschiedene Phänomene reagieren. 

Keine Stadt ist ethnisch so vielfältig wie der texanische Industriestandort. Als Collage mit vielen Zentren, miteinander verbunden durch Schnellstraßen, sieht sich die flächenmäßig größte Siedlungseinheit der USA zunehmend mit komplexen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Auf den Landreserven im Großraum Houston breiten sich die Siedlungen ungeplant aus. Es entstehen Unorte und Resträume, die durch informelle Aneignungsprozesse flexibel transformiert werden.

Der Begriff der Genetic City basiert im Zuge der Ausstellung auf der in Houston vorhandenen Kultur der Ad-Hoc-Planung, die konträr zu Top-Down-Planungsmodellen steht. Die Studierenden entwickelten in drei Hauptthemen Szenarien, die auf großflächige Phänomene reagieren.

Vacancies, Energy City und The Unzoned City nennen sich die drei Haupthemen und lassen Rückschlüsse darüber ziehen worum es in den entsprechenden Szenarien geht. In Vacancies wurde sich mit dem Problem mangelnder Freiflächen im Stadtzentrum auseinandergesetzt und ein neues Szenario für den zentralen Geschäftsbezirk entwickelt. Dieses zeigt einen alternativen Weg, der Dichte, Mobilitätskonzepte, infrastrukturelle Vielfalt und neue Modelle für das Wohnen in der Innenstadt von Houston beinhaltet. In Energy City wurde sich mit der Bedeutung neuer Energiesysteme im Kampf gegen den Klimawandel auseinandergesetzt. Der Großteil der vorhandenen Infrastruktur ist monofunktional und einseitig einsetzbar. Durch gute Architektur kann Infrastruktur einen gestalterischen Mehrwert bringen und sich verträglich in die Landschaft einfügen. In dem Szenario The Unzoned City werden die einzigartigen Planungsbedingungen von Houston, um neue Stadtstrukturen zu erzeugen, untersucht. Houston ist die größte Stadt in den USA ohne Flächennutzungsplanung. Anhand von Karten, Diagrammen und Schnittmodellen deckt das Szenario The Unzoned City das Potential zur Entwicklung außergewöhnlicher Formen von Stadt und Architektur durch den Mangel an Planungsinstrumenten auf.

Die gesamte Ausstellung umfasst Karten, Diagramme, Zeichnungen, Modelle und virtuelle Rundgänge, darunter Masterpläne, Gebäudeentwürfe und Raumstrategien.


Houston: Genetic City
Envisioning a Future Post-Industry, Post-Oil, Post-Sprawl

Ausstellungsort: Aedes Architekturforum, Christinenstr. 18/19, 10119 Berlin
Ausstellung: 12. Juni – 13. Juli 2017

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