DISPATCH-GRÜNDER STELLT DEN ERSTEN AUTONOMEN UND ELEKTRISCHEN SUPERMARKT AUF RÄDERN VOR

Im vergangenen Jahr 2017 wurden weltweit mindestens 800 Milliarden Dollar mit dem Verkauf von Lebensmitteln verdient. Im Angesicht des weltweiten Bevölkerungswachstums lässt sich leicht ausrechnen, dass dieser Markt in wenigen Jahren die magische Grenze von einer Billion Dollar durchbrechen wird. Der Anteil von frischen beziehungsweise verderblichen Lebensmitteln liegt bei 60 Prozent. Davon werden aber bisher nur 5 Prozent online vertrieben. Verantwortlich dafür ist unser sensibles Verbraucherverhalten. Speziell bei frischen Lebensmitteln sind wir besonders misstrauisch und möchten die entsprechenden Produkte lieber selbst auswählen und anfassen. Gleichzeitig sind wir bei Lebensmitteln sehr preissensitiv. Für die Verkäufer ist das vergleichsweise teuer.

Dieses Problem auflösen möchte der Unternehmer Ali Amed, der mit dem Online-Lieferunternehmen Dispatch in Großbritannien bereits gute Erfolg erzielen konnte. Im Dispatch-Messenger konnten man sich Essen, Getränke und Wesentliches ganz unkompliziert per Textnachricht bestellen und liefern lassen. Die Bestellungen wurden innerhalb von einer Stunde zugestellt. Allerdings war das Angebot nur in London verfügbar. In den ersten zwanzig Tagen erreichten das Team Anfragen im Gesamtwert von einer Million Pfund. Was der Gründer auf diesem Weg aber nicht verkaufen konnte, waren die bereits beschriebenen frischen und verderblichen Lebensmittel. Sein neues Unternehmen »Robomart« will diese Waren nun auf vier Rädern direkt beim Kunden vorfahren lassen. Per App lassen sich die mobilen, autonomen und komplett elektrischen Supermärkte anwählen bzw. öffnen und die Produkte bezahlen. Der »Robomart« wiegt mit Hilfe der patentierten »Grab and Go«-Technologie automatisch mit.

Das Unternehmen verspricht mit der Robomart-Flotte den günstigsten und effektivsten On-Demand-Lebensmittelservice der Welt. Die Mobile werden kabellos geladen und entsprechen dem Level 5 der Autonomiestufe. Die Supermärkte benötigen damit auch keinen »Safety-Driver«, der mitfährt und in Gefahrensituationen eingreift. Ein digitales Management-Tool ermöglicht die dauerhafte Überwachung und Standortbestimmung der Fahrzeuge. Zusätzlich können z.B die Füllstände der Akkus abgelesen werden.

Wir glauben, dass ein solches Angebot auch speziell für Vororte und ländlichere Gebiete interessant sein kann. Gerade dort lohnen sich stationäre Einzelhandelsflächen immer weniger und die oft älteren Bewohner in diesen Bezirken müssen immer weitere Strecken zurücklegen, um Lebensmittel und andere Produkte zu kaufen.

Aktuell werden die Fahrzeuge in San Francisco von potentiellen Großkunden getestet. Offiziell vorgestellt wird der »Robomart« am 9. Januar 2018 im Rahmen der CES-Messe in Las Vegas.

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Foto Credits © Robomart

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