SAUBERE LUFT FÜR BREMEN

Das Verkehrsressort der Hansestadt plant, Bremens Luftqualität in den nächsten Jahren deutlich zu verbessern. Zu diesem Zweck wurde nun ein Masterplan zur Senkung von Luftschadstoffen vorgelegt, der die Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte zum Ziel hat. Es soll außerdem um die Abwendung von Fahrverboten gehen.
Die Pläne sollen aus Fördertöpfen des Bundes finanziert werden, die insgesamt eine Milliarde Euro für nachhaltige und emissionsfreie Mobilität und perspektivische Infrastrukturmaßnahmen umfassen – initiiert von Bundesregierung und Automobilindustrie als Antwort auf den Diesel-Skandal. Die Stadt Bremen will nun darauf zurückgreifen.

Der Masterplan basiert auf dem Verkehrsentwicklungsplan für 2025 und soll rund 70 Einzelprojekte in vier Handlungsfeldern wie „Digitalisierung des Verkehrssystems“ oder „automatisiertes Fahren“ fördern. Beteiligt an der Planung waren neben dem Verkehrsressort unter anderem auch die Hochschule Bremen, der ADFC sowie der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen.

Kernziele dabei sind beispielsweise die Umsetzung qualitativ hochwertiger Fahrradwege, Machbarkeitsstudien für Fußgänger- und Fahrradbrücken über Gewässern in und um Bremen, die Ausweitung von Carsharing auch in innenstadtfernen Gebieten sowie die bessere Vernetzung unterschiedlicher bestehender Verkehrsmittel.

Ab 2019 soll das Geld für die Projekte fließen. Der Umweltschutzverband BUND Bremen kritisiert die Kurzsichtigkeit der Pläne, da die Luftqualität auf diese Weise nicht deutlich genug gesenkt werden könne.

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Fotocredits © Pixabay

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