DEUTSCHER STÄDTEBAUPREIS GEHT AN DORTMUND

Mit dem Projekt „Phoenix“ hat dieses Mal Dortmund den biennalen Städtebaupreis gewonnen. Der Preis wird von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung vergeben. Ziel ist es, realisierte zukunftsweisende Stadtbaukultur zu würdigen und finanziell zu unterstützen. Es geht vor allem darum, nachhaltige und innovative Beiträge auszuzeichnen, die sich in herausragender Weise den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen sowie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raumes, dem sparsamen Ressourcenverbrauch und den Verpflichtungen gegenüber der Stadtbildpflege stellen.

Das Phoenix-Projekt bezeichnet ein neues Viertel im Stadtteil Dortmund-Hörde. Seit sieben Jahren wird auf über 200 Hektar Fläche der ehemaligen Industrieareale Phönix West und Ost daran gebaut. Um den künstlichen Phönix-See herum entstanden seitdem Wohnungen, Freizeit- und Kulturangebote sowie Gewerbeflächen, die hochfrequent genutzt werden und sich an großer Beliebtheit erfreuen. Das Projekt wurde vor allem für seine hohe stadträumliche Qualität gewürdigt – der Strukturwandel vom Industriezeitalter zur postindustriellen Stadt sei hier vorbildlich gelungen und könne als Musterbeispiel für weitere solcher Projekte in Deutschland stehen.

Doch nicht nur Dortmund konnte mit seinem innovativen Viertel die Jury überzeugen. Der Sonderpreis, der an Projekte vergeben wird, die sich mit besonders dringlichen Anwendungsfeldern im Städtebau auseinandersetzen, legte dieses Mal den Fokus auf Orte der Bildung und Kultur im städtebaulichen Kontext. Überzeugen konnte in dieser Kategorie die TU Darmstadt mit der Aufwertung ihres innerstädtischen Campus. Bestehende Gebäude seien rücksichtsvoll einbezogen und ihre Potentiale ausschöpfend genutzt worden. Zudem wurden weitere Bausteine passend ergänzt worden.

Im Zentrum Baukultur in Mainz ist seit gestern eine Ausstellung der Preisträgerobjekte noch bis zum 23. November zu sehen.
Weitere Preise gingen unter anderem an die Neubebauuung und –organisation des Klagesmarkts in Hannover, an das Historische Museum in FFM, an die Alte Feuerwache in Kiel, das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.

Weitere Infos zu der Ausstellung und den Projekten findet ihr hier und hier.

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Fotocredits © Nikolaus Heiss | pixabay

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