BREMEN: WETTBEWERB ÜBER FERNBUSTERMINAL UND HOTEL ENTSCHIEDEN

Der Bremer Busbahnhof verlangt nach einer Veränderung: Die Bürgersteige sind zu schmal, bieten nicht genügend Platz für Radfahrer und Fußgänger gleichzeitig, außerdem fehlen Unterstände, die bei Regen die Passanten trocken halten. Sitzplätze sind ebenfalls Mangelware. Für 130.000 Menschen stellen sich diese Probleme täglich, da sie den Busbahnhof regelmäßig für den regionalen Busverkehr sowie als zentralen Umsteigepunkt nutzen.

Die Überlastung sowie unbefriedigende Gestaltung brachte die Stadt Bremen nun zum Handeln: Sie rief einen anonymen Realisierungswettbewerb für das Gelände rund um den Busbahnhof aus, bei dem ein Ensemble aus Fernbusterminal, Hotel sowie Parkhaus entstehen soll. Gemeinsam mit dem privaten Bauherr Buhlmann will die Stadt Bremen dieses Vorhaben umsetzen. Betreut wurde der Wettbewerb vom Bremer Büro hübschen | knigge.

Zukünftiger Ort des ZOB wird der Bremer Fruchthof, dessen Flächen bislang kaum genutzt werden. Als Verlängerung des Hauptbahnhofs soll der Fernbusterminal zwischen Überseemuseum, Multiplexkino und dem Fruchthof entstehen. Dabei soll auch die Stadtentwicklung der Bremer Bahnhofsvorstadt wiederbelebt werden.

Der erste Platz ging dabei an die beiden Dresdner Büros Knerer und Lang Architekten sowie Atelier.Schmelzer.Weber, deren Pläne ein Terminal aus Membrangewebe auf schlanken Stützen zeigen. Angetan war die Jury vor allem vom modularen Dach und dem elegant gegliederten Hotel mit Betonfassade.

Die Entwürfe enthüllen elf Haltebuchten, von denen neun überdacht sind. An dem neuen Terminal sollen täglich 90 Busse halten, die Bremen mittels Fernbus mit dem Rest der Bundesrepublik und Europa verbinden. Ein Neubau mit elf Etagen lädt zum Übernachten ein – bis zum siebten Obergeschoss ist ein Hotel mit 120 Zimmern geplant, darüber möblierte Apartments oder Büros auf zwei Etagen. Für die übrigen Geschosse ist ein Restaurant angedacht. Nebenan wird sich ein hohes Parkhaus befinden, um den vielen Reisenden genügend Stellplätze zur Verfügung zu stellen.

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Renderings © Pressereferat, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

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