NEUER U-BAHNHOF ELBBRÜCKEN: LIGHTSHOW IN DER KATHEDRALE

Vor kurzem wurde Hamburgs neuer U-Bahnhof eingeweiht: Mit einer spektakulären Lightshow wurde die Station Elbbrücken mit 200 geladenen Gästen feierlich eröffnet. In der Nähe des Wassers gelegen ist der neue Bahnhof eine besonders schöne Station in Hamburg geworden. Nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit wurde pünktlich die 1,3 Kilometer lange Erweiterung der U4 von der HafenCity Universität zu den Elbbrücken in Betrieb genommen. Entworfen wurde der Bahnhof von gmp Architekten. Geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien hatten gemeinsam mit den Projektbeteiligten das besondere Privileg, mit einem Sonderzug die neue Strecke auszutesten. Beim Aussteigen durften sich die Gäste in der 15 Meter hohen, gläsernen Bahnsteighalle über einen besonderen Empfang freuen: Bei einer Lichtershow wurde der gesamte Bahnhof in buntes Licht gehüllt, wodurch die außergewöhnliche Architektur noch einmal extra in Szene gesetzt wurde. Die Lichter strahlten hoch bis in den Hamburger Nachthimmel, sodass für viele Hamburger kilometerweit das Spektakel sichtbar war. Eine Woche lang wurde das Lichtschauspiel für Besucher wiederholt, um möglichst viele Bewohner daran teilhaben zu lassen.

Eine Besonderheit an der Konstruktion der Hochbahn ist ebenfalls, dass sie kostengünstiger umgesetzt wurde, als eigentlich angesetzt: Von den geplanten 179 Millionen Euro wurden nur 145 gebraucht – dafür bekam die Hochbahn ein besonderes Lob. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann halte das Projekt für mustergültig und die Hochbahn für eines der besten Nahverkehrsunternehmen Europas.

Der S-Bahnhof Elbbrücken der Deutschen Bahn sollte eigentlich parallel fertiggestellt werden, dieser Bau wird sich allerdings noch um einige Zeit verzögern – erst für Ende 2019 ist die Beendigung angesetzt. Es wird zwischen S- und U-Bahnhof eine direkte Umsteigemöglichkeit über einen 65 Meter langen Skywalk geben.

Die beiden neuen Bahnhöfe sollen dafür sorgen, dass die HafenCity aus Richtung Süden besser angebunden wird und zudem der Hauptbahnhof entlastet wird. Täglich werden 18.000 Gäste erwartet, die mit der U4 bis zu den Elbbrücken fahren, sobald der Umsteigepunkt zur S-Bahn fertig ist und das Gebiet um die Bahnhöfe mit Leben in Form von Wohnungen, Hamburgs erstem Wolkenkratzer und Gewerbe gefüllt ist.

Das sind allerdings nicht die einzigen Projekte rund um das Schnellbahnnetz: In den kommenden Jahren soll es weiter ausgebaut werden – Anfang nächsten Jahres beginnt der Bau des S-Bahnhofs Ottensen, gegen Ende beginnt die Konstruktion der U4 Verlängerung in die Horner Geest. Die zwei weiteren S-Bahnstrecken nach Kaltenkirchen und Bad Oldesloe kommen ebenfalls hinzu. Die nötige finanzielle Unterstützung bekommt Hamburg dabei höchstwahrscheinlich aus Berlin, der Bund sieht die Projekte ebenfalls als höchst sinnvoll an.

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Fotos © Christian Hinkelmann

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