FLÜCHTLINGSUNTERKÜNFTE: HOFFNUNGSHAUS STATT CONTAINERBAUTEN

In vielen Städten herrscht das Problem der Wohnungsnot vor – das betrifft neben alteingesessenen Bürgern auch Tausende von geflüchteten Menschen, die in den letzten Jahren vermehrt nach Deutschland kamen, um Schutz zu suchen.

Die Architekten von andOFFICE Blatter Ertel Probst aus Stuttgart haben auf diesen Umstand nun Taten sprechen lassen: Sie entwickelten ein modulares Holzbausystem, das sich durch seine Flexibilität schnell errichten lässt und hochwertigen sowie vor allem bezahlbaren Wohnraum bietet. In Esslingen entstand im Oktober letzten Jahres das erste dieser sogenannten Hoffnungshäuser, fünf weitere werden aktuell gebaut.

Der Bau strahl viel Helligkeit aus, geschwungene Formen stehen im Gegensatz zu den sonst rechteckigen, trostlosen Containern, die man sonst häufig als temporäre Unterkünfte zu sehen bekommt. Hier haben die Bewohner eher die Chance, sich tatsächlich wohl zu fühlen und auch auf eine andere Akzeptanz in der Nachbarschaft zu stoßen.

Das Herzstück jeder Wohnung ist eine geräumige Wohnküche. Insgesamt ist der Bau darauf ausgelegt, nutzbare Wohnfläche zu maximieren. Großzügige Balkone, die sich auf jeder Etage über eine komplette Längsseite des Hauses ziehen, machen das Gebäude noch attraktiver und bieten einen Anknüpfungspunkt mit der Umgebung.

Die Fassade besteht aus einzelnen vertikalen Holzleisten, die nebeneinander angeordnet eine filigrane Einheit entstehen lassen, die Balkone und den Rest des Gebäudes verbinden. Innen sorgen helle, zum Teil hölzerne Wandverkleidungen und naturbelassene Materialien für ein warmes Raumgefühl.

Die Gebäude nehmen zwischen sechs und acht Monate Bauzeit in Anspruch.

(architektur-online berichtete)

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Fotos © David Franck und Kniff Projektagentur

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