ALLIANZ VERÖFFENTLICHT BÜROMARKTRANKING FÜR 2019

Büroflächenbestand, Bevölkerungswachstum, Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt, Startup-Funding, Leerstandsquoten, dynamische Mietpreisentwicklung, Renditespanne: All diese Parameter flossen in die jüngst veröffentliche Studie der Allianz Real Estate ein. Da die Allianz versucht, langfristige Prognosen zu entwickeln, fallen die Unterschiede von Jahr zu Jahr überschaubar aus.

PARIS

In diesem Jahr verdrängte Paris München vom ersten Platz auf der Liste. Die Gründe hierfür sehen die Forscher in der starken Dynamik des Pariser Büromarktes. Der Büroflächenbestand im zentralen Geschäftsgebiet von Paris ist der zweitgrößte Europas. Seit 2013 hat sich die Leerstandsquote im gesamten Zentrum beinah halbiert: von 10% auf 6%. Im zentralen Geschäftsgebiet ist die Auslastung noch höher: Die Leerstandsquote beträgt hier 2% und ist damit auf dem niedrigsten Niveau seit 2001.

MÜNCHEN

München bleibt die bestplatzierte deutsche Stadt. Durch Versorgungsengpässe, die hohe städtische Dichte sowie regulatorische Einschränkungen hat München in den nächsten fünf Jahren die höchste prognostizierte Mietwachstumsrate.

CITIES TO WATCH

Als „Cities to Watch“ führt die Studie Helsinki, Köln und Mailand an. In Köln sei der Markt besonders divers: Medien, Handel, Versicherungen, Produktion und viele mehr. Die Leerstandsquote ist in den letzten Jahren gesunken und beträgt heute lediglich 3%. Dieser Wert ist der geringste seit Mitte 2002. Da die Flächenverfügbarkeiten im Innenstadtraum sehr begrenzt sind, wandern Investoren zunehmend in Stadtteile wie Deutz, wo unbebaute Flächen noch zu finden sind.

AUSBLICK

Seit ihrem ersten Bericht verzeichnet die Allianz Real Estate einige besorgniserregenden Entwicklungen auf makroökonomischer Ebene. Der Brexit und geopolitische Spannungen, beispielsweise der amerikanisch-chinesische Handelskrieg schlagen sich auch auf (Kontinental-)Europa nieder. Was die von manchen Experten am Horizont erscheinende Rezession betrifft, ist die Allianz zuversichtlicher. Man befinde sich nicht am Ende der Konjunkturphase.

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