GRÖSSTER VERANSTALTUNGSORT EUROPAS ENTSTEHT 2020 IN NORDITALIEN

© Iotti + Pavarani Architetti, Arch. Guido Tassoni, Lauro Sacchetti Associati

In der norditalienischen Region Emilia Romagna entsteht momentan die „RCF Arena“ – der größte Veranstaltungsort für Open-Air Events und Konzerte in Europa. Schauplatz für diesen außergewöhnlichen Ort wird das Gelände des ehemaligen Flugplatzes Reggio Emilia Campovolo sein. Die Entwürfe für das Projekt stammen von Iotti + Pavarani Architetti, Tassoni & Partners sowie Lauro Sacchetti Associati.

Das Besondere an der Arena, die speziell auf musikalische Open-Air-Veranstaltungen ausgelegt ist, wird nicht nur ihr Fassungsvermögen von 100.000 Gästen sein. Gleichzeitig werden den Besuchern die aktuell bestmöglichen Bedingungen in Sachen Sicherheit, Akustik und Sichtbarkeit der Bühne geboten. Dafür sorgt eine Neigung der großen Arena um 5 %, die dafür sorgt, dass auch Zuschauer in den hintersten Reihen noch eine gute Sicht haben. Es war den Initiatoren ebenfalls ein wichtiges Anliegen, die Bewohner möglichst wenig Lärm von den Veranstaltungen auszusetzen.

© Iotti + Pavarani Architetti, Arch. Guido Tassoni, Lauro Sacchetti Associati

Bemerkenswert ist auch der Entstehungsprozess des Projekts. Öffentliche und private Träger hatten während des gesamten Verlaufs das gemeinsame Ziel verfolgt, die Förderung des Ortes mit seinen kulturellen und unterhaltenden Aktivitäten zu ermöglichen. Dahinter stand auch der Wunsch, die Region allgemein zu einem Ort der Musik zu machen, der international inspirieren soll.
Schon seit knapp zwei Jahren wird an dem Veranstaltungsort gebaut – im September dieses Jahres soll sie bereits fertiggestellt werden. Pünktlich zum großen Eröffnungskonzert durch den italienischen Musiker Luciano Ligabue, der damit das 30-jährige Jubiläum seiner Karriere feiert.

Arena-Park als einheitliches, modulares Konzept

Architektonisch ist die Arena so aufgebaut, dass die entstehenden Abschnitte je nach Bedarf organisiert und moduliert werden können. Die Arena Verde ist für internationale Veranstaltungen für bis zu 100.000 Zuschauer gedacht. Ein weiterer Konzertbereich ist für nationale Konzerte konzipiert worden. Organisiert werden alle Veranstaltungen über einen Empfangsbereich, in dem temporäre Strukturen errichtet werden können, um gegebenenfalls die Organisation der Besucher zu erleichtern.

Die Arena ist in einem städtischen Park in der Nähe der Stadt gelegen. Dabei wird ungenutzte Teil des Flugplatzes einbezogen, der eine Fläche von mehr als 20 Hektar umfasst. Es wurde darauf geachtet, dass dabei die Grünflächen erhalten bleiben. Der Arena-Park ist als natürliches und einheitliches System konzipiert. Er stellt eine Reihe unterschiedlicher Freiraumaktivitäten zur Verfügung, sodass auch außerhalb von Konzerten viele Angebote vorhanden sind. Insgesamt sieht das Konzept eine Umgestaltung des kompletten Gebiets durch landschaftsarchitektonische Interventionen vor. Dazu zählt beispielsweise die Schaffung eines organischen, übersichtlichen Wegenetzes sowie weitere umwelttechnische Maßnahmen. Alles soll zu in ein einheitliches Konzept verwandelt werden.

© Iotti + Pavarani Architetti, Arch. Guido Tassoni, Lauro Sacchetti Associati

Leichte Erreichbarkeit und viele Erholungsgebiete

Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die einfache Erreichbarkeit des Ortes gelegt – diese wird durch die Nähe zu Hochgeschwindigkeitsbahnhöfen gewährleistet. Innerhalb von einer Stunde kann Emilia-Romagna erreicht werden: Ein schneller Zugang für 7.5 Millionen potentielle Besucher. Die Region wird voraussichtlich wirtschaftlich, sozial und kulturell sehr von dem Veranstaltungsort profitieren.

Gleichzeitig ermöglicht es die Wiederverbindung der bestehenden Streuung der Parks um das Betriebsgelände des Flughafens in einen zusammenhängenden Grüngürtel, wodurch der Stadt ein Mosaik von Minilandschaften zurückgegeben wird, in denen die Menschen Gebiete von natürlicher Schönheit, Wege, Erholungsgebiete usw. vorfinden …eine reiche, anregende und bewohnte Landschaft, die den Vergleich mit den besten Beispielen städtischer oder vorstädtischer Parks in Italien oder Europa nicht zu scheuen braucht.

© Iotti + Pavarani Architetti, Arch. Guido Tassoni, Lauro Sacchetti Associati

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