NANTES: BOTTIÈRE CHÉNAIE ERHÄLT MIXED-USE KOMPLEX VON KAAN ARCHITECTEN

© Sebastian van Damme

Im Nordosten von Nantes, Frankreich ergänzt seit Dezember letzten Jahres ein Mixed-Use Komplex für rund 22.000.000 Euro den neuen Bezirk Bottière Chénaie. Realisiert wurden die drei Baukörper nach dem in 2013 ermittelten Gewinnerentwurf von KAAN Architecten aus Rotterdam. Der Neubaus befindet sich nahe der Hauptstraße Route de Saint Luce und ist Teil eines umfassenden Stadtentwicklungsprojekts des Stadtplaners Jean-Pierre Pranlas Descours und dem Landschaftsbüro Atelier Bruel-Delmar. Auftraggeber ist die OCDL – Groupe Giboire.

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Das Konzept

Das Design des niederländischen Architekturbüros schafft mit ihrem Nutzungskonzept in einem hauptsächlich durch Wohnraum geprägten Viertel einen zweiten städtischen Hotspot neben dem Place du Commandant Cousteau. Das Nutzungskonzept verbindet Flächen für Wohnen, Einzelhandel, Büros und öffentliche Räume auf dem Areal an der Route de Saint Luce. Der Komplex setzt sich aus drei kompakten Gebäudevolumen zusammen mit einer Bruttogeschossfläche von 17.200 m2. Die höher liegenden Geschosse zweier Gebäude beherbergen insgesamt 172 Wohnungen auf jeweils fünf Etagen. Während der erste Baukörper im Nordwesten Wohnungen im Marktpreissegment beherbergt, befinden sich im östlichen Block 39 Sozialwohnungen. Im Erdgeschoss sind Einzelhandel inklusive eines Supermarktes sowie ein Parkplatz untergebracht. Im Südwesten rundet ein zusätzliches um einen zentralen Kern organisiertes Bürogebäude das Mixed-Use Konzept ab.

Bei der konzeptuellen Anordnung des größeren der beiden Wohngebäude im Nordwesten ließen sich die Architekten von der traditionellen dänischen Wohnarchitektur inspirieren und entwarfen einen großzügigen bepflanzten Innenhof im Zentrum, der durch umlaufende Gehwege auf dem verschiedenen Etagen umrahmt wird.

© Sebastian van Damme

Monolithisches Erscheinungsbild

Das hochwertige Fassadendesign zeichnet sich durch eine Pfosten-Riegel-Struktur, bestehend aus 60 x 60 cm messenden vorgefertigten Betonelementen, aus und verleiht den Gebäudefronten einen offenen Charakter sowie einen optimalen Tageslichteinfall. Die Wände in Richtung des Innenhofes und der Gehwege sind mit grau gebeiztem Holz verkleidet und verleihen dem Baukörper einen häuslichen Charakter. Gleichzeitig hebt diese Gestaltungsmethode den öffentlichen Raum im Inneren des Neubaus hervor. Die Kompaktheit der Projektvolumen ermöglichte während des Bauprozesses die Optimierung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte und trägt nach der Fertigstellung gleichzeitig zur Identitätsstiftung im neuen Stadtteil bei.

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