DESIGNIDEE: HILFE AUS DEM 3D-DRUCKER

© Materialise

Die Coronakrise stellt Privatpersonen, Unternehmen und ganze Berufsgruppen vor viele Herausforderungen. Überall sucht man nach Ideen, wie man die aktuelle Krise möglichst gut überstehen und die Verbreitung des Virus eindämmen kann – natürlich auch unter Designern.

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Das Unternehmen Materialise aus Belgien hat vor diesem Hintergrund ein Design für den 3D-Drucker entwickelt, das ebenfalls zur Reduktion der Verbreitung beitragen kann. Von allen Seiten kommt momentan der Hinweis, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen – die Hände gelten als Ansteckungsquelle schlechthin, mehr als 86 Mal am Tag fasst man sich ins Gesicht. Das Unternehmen hat deshalb eine Vorrichtung entworfen, die so an Türklinken montiert werden kann, dass der direkte Kontakt mit der Hand vermieden wird. Dafür sorgt eine Art paddelförmige Verlängerung, die das Türöffnen und -schließen mit dem Arm ermöglicht. Das Anbringen ist einfach: Die Vorrichtung braucht nur vier Schrauben und lässt sich auf allen zylindrischen Klinken befestigen ohne diese zu beschädigen.

Designvorlage kostenfrei im Netz verfügbar

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Das Besondere ist außerdem, dass das Unternehmen die Vorlage für das Design kostenfrei online zur Verfügung stellt. So kann jeder mit Zugang zu einem 3D-Drucker innerhalb kürzester Zeit die Vorrichtung vor Ort drucken und montieren. Materialise selbst kam die Idee während einer Diskussion über Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter. Sie wollen erreichen, dass Unternehmen sowie Privatpersonen aus aller Welt davon profitieren können und haben deshalb hier die Vorlage hochgeladen. Sie sind außerdem damit beschäftigt, weitere derartige Designs zu erarbeiten.

Der 3D-Druck ist ein spannender und aufstrebender Bereich. Das besondere an der Technologie ist die schnelle Umsetzbarkeit einer Idee und die hohe Leistungsfähigkeit der Geräte.

„Indem das Design digital zur Verfügung gestellt wird, kann es überall auf 3D-Druckern produziert werden und ist innerhalb weniger Stunden weltweit verfügbar. Wir haben das Produkt in Belgien produziert und nun können Menschen in China, Europa oder den USA den Türöffner vor Ort drucken.“
– Fried Vancraen, CEO Materialise

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