PARIS: OXO ARCHITECTS UND B&C FRANCE PLANEN L’ABRE DE VIE

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Im südöstlich von Paris gelegenen Gebiet Grand Paris Sud-Est Avenir prägt urbane Vielfalt und dynamische Architektur das Stadtbild von Créteil. Neben der Kathedrale und Les Choux de Cretéil reiht sich zukünftig ein weiteres Bauwerk in die Riege der ortsansässigen futuristischen Gebäude. L’Arbre de Vie heißt das Projekt von OXO Architectes und Projektentwickler B&C France, das den Architekturwettbewerb für das Ilot Jacquard für sich entschied. Das Areal ist vom Pariser Ring aus gut sichtbar. Es ist über die Metrolinie 8 und der im Zuge eines umfassenden Neugestaltungsprojekts des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Paris künftig nutzbaren Linie 15 des Grand Paris Express angebunden. Ausgelobt wurde der Wettbewerb vom Gebiet Grand Paris Sud-Est Avenir.

50.000 qm für Wohnen, Freizeit und Gewerbe

Mit dem Mixed-Use-Projekt wollen sich die Architekten aktiv in die städtischen Entwicklungen Créteils einbringen und lebenswerte urbane Räume neu denken. Der Komplex besteht aus einer ringförmigen Bebauung um einen großflächigen Innenhof sowie einem darauf gebauten und geschwungenen Hochhaus, das mehr als 100 m in Richtung Himmel ragt. Der höchste Ausläufer des Neubaus wird so zukünftig nicht nur zum höchsten Turm östlich von Paris, sondern zählt nach Fertigstellung auch zu den höchsten in ganz Europa. Das Projekt besticht nicht nur durch seine Höhe, sondern auch durch eine großflächige Bepflanzung der Fassade und des Daches des ringförmigen Gebäudeteils. Auf 50.000 m2 bringt das Konzept Wohnen, Freizeit, Gewerbe und Einzelhandel, ein Sport- und Gesundheitszentrum sowie einen Gastronomiebereich, der das benachbarte Shoppingcenter zukünftig ergänzt, zusammen. Der untere Teil des Mixed-use-Komplexes betont die bereits existierenden urbanen Räume und interagiert mit ihnen. Höher gelegene öffentlich zugängliche Terrassen inklusive Panorama-Restaurant sowie integrierte Sportanlagen erhöhen zusätzlich die Aufenthaltsqualität für die Besucher. Die verschiedenen Angebote sollen die Attraktivität des Gebäudes steigern und schließlich zu jeder Tageszeit beleben.

Baugenehmigung für 2021 erwartet

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Ziel des Hybrid aus Natur und Architektur ist es, die urbane Dynamik der Stadt zu stärken und unter Berücksichtigung der verschiedenen Nutzergruppen einen attraktiven Treffpunkt innerhalb der Stadt zu realisieren. Gleichzeitig wollen die Architekten neue architektonische und landschaftliche Möglichkeiten aufzeigen, die sich in das bestehende Stadtgefüge integrieren sowie zukunftsweisende Impulse für die städtische Entwicklung lebenswerter Räume im Sinne des Leitprinzips „act local, think global“  in Créteil und Grand Paris Sud-Est Avenir geben. Die Baugenehmigung wird für 2021 erwartet.

 

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