AMSTERDAM: NACHHALTIGER WOHNTURM ALS ANTWORT AUF WOHNUNGSKNAPPHEIT

© Mecanoo

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Das niederländische Architekturbüro Mecanoo mit Sitz in Delft hat den Wettbewerb für das Design des Brink Towers gewonnen. Er soll mit seinen 28 Stockwerken künftig 400 neue Bewohner beherbergen. Vertikale Bauwerke wie dieses sind in Amsterdam dringend nötig – die wachsende Wohnungsknappheit nimmt kein Ende. Insbesondere erschwinglicher Wohnraum ist ein kaum vorhandenes Gut, das jedoch in Anbetracht der vielen Studierenden und Berufseinsteiger in der Stadt unbedingt benötigt wird.

Der fast 90 Meter hohe neue Blickfang soll hier Abhilfe schaffen. In dem Turm werden 120 Sozialmietwohnungen, 30 Pflegewohnungen sowie über 250 Wohnungen im mittleren Preissegment Platz finden. Ebenso ist ein sozialer Begegnungsraum für die Nachbarschaft geplant. Der elegante Turm wurde so entworfen, dass er eine möglichst große Interaktion zwischen allen Bewohnern der verschiedenen Wohnungstypen sowie mit den bestehenden Bewohnern der Umgebung ermöglicht.

Gute Erreichbarkeit

Das besondere am Brink Tower ist zum einen der zentrale Standort des Gebäudes, zum anderen aber auch die Nachhaltigkeitsmaßnahmen, die Mecanoo für den Bau vorsieht. Er ist über eine Fährverbindung gut mit dem Hauptbahnhof Amsterdams sowie dem Stadtzentrum verbunden. Insgesamt ist er als grüne, nachhaltige und lebendige Nachbarschaft geplant, die eine große Wohnungsvielfalt für unterschiedlichste Bewohnergruppen bereithält. Sie können hier in einer gesunden und grünen Umgebung leben, arbeiten, studieren und sich zurückziehen. Im Sockel des Gebäudes finden die Bewohner außerdem weitere Annehmlichkeiten wie unterschiedliche Geschäfte und Gastronomieangebote.

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Die verschiedenen Einzelhandelseinrichtungen, Gemeinschaftsbereiche und der Treffpunkt verleihen dem Gebäude einen einladenden Charakter, der durch die grüne Umgebung um den Turm und die verschiedenen Terrassen, die das Gebäude besitzt, noch verstärkt wird.

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Nachhaltigkeit steht im Fokus

Das nachhaltige Konzept umfasst zum einen ein grünes Mobilitätskonzept, bei dem elektrische Gemeinschaftsautos sowie Fahrräder zur Verfügung gestellt werden. Zum anderen sieht es zahlreiche Photovoltaik-Zellen auf den Dächern, Terrassen und Fassaden des Gebäudes vor. Außerdem ist das Gebäude mit sogenannten Polderdächern ausgestattet. Diese dienen der Wasserspeicherung und können grüne Anbauflächen bieten. Das gesammelte Regenwasser kann anschließend während Vegetationsperioden zur Bewässerung der Dachgärten verwendet werden.

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