BADEN-WÜRTTEMBERG VERBIETET SCHOTTERGÄRTEN

Stein- oder auch Schottergärten sind für viele Hausbesitzer eine praktische bzw. pflegeleichte Möglichkeit zur Gestaltung des eigenen Vorgartens. Während sich über den optischen Mehrwert noch streiten lässt, sind die für die Umwelt negativen Begleiterscheinungen in diversen Studien eindeutig belegt. Weil die Schottergärten keinen Lebensraum für zum Beispiel Insekten und Pflanzen bieten, leidet nachgewiesenermaßen die biologische Vielfalt. Zudem erhitzen sich die steinigen Gärten in der Sonne auf bis zu 70 Grad und beeinflussen damit direkt im negativen Sinne das Stadtklima.

In Baden-Württemberg hat die schwarz-grüne Landesregierung nun ein neues Naturschutzgesetz vorgelegt, dass unter anderem das Anlegen von privaten Schottergärten endgültig verbietet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte die entsprechende Initiative bereits vor geraumer Zeit angekündigt und die steinigen Gärten als „fürchterlich“ beschrieben. Die nun vorliegende Gesetzesnovelle soll noch vor der regulären Sommerpause im Stuttgarter Landtag verabschiedet werden. Der Vorstoß bietet zusätzliche Sprengkraft, weil nicht nur zukünftig keine Stein- und Kiesgärten mehr angelegt werden dürfen, sondern auch bestehende Installation zurückgebaut oder angepasst werden müssen.

Beitragsbild: © BBirke [CC BY-SA 4.0], via wikimedia commons

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